Linn hat einen Start ins Leben gehabt, den kein Hund erleben sollte. Gemeinsam mit ihren Schwestern Layla und Cara wurde sie ausgesetzt aufgefunden. Die drei lagen eng beieinander, als wollten sie sich gegenseitig Halt geben. Ihre Mutter war bereits tot. Woher sie kamen und was genau geschehen ist, wird man nie erfahren. Sicher ist nur: Die kleinen Hündinnen waren plötzlich auf sich allein gestellt. Cara durfte inzwischen ausreisen. Linn und Laila warten noch – und sollen bitte nicht die Letzten bleiben.
Dann kam sie ins Shelter, wo sie zum ersten Mal in Sicherheit waren, doch ein Shelter ist kein Zuhause. Trotz aller Fürsorge fehlte es hier an Nähe, Beständigkeit und einer echten Zukunftsperspektive.
Inzwischen ist sie etwa 1 Jahr alt und misst aktuell rund 50 cm. Sie ist ein zartes, schönes Hundemädchen mit schwarzem Fell, kleinen weißen Abzeichen und einem wachen, sanften Blick. Ihre braunen Augen spiegeln Neugier, Vorsicht und gleichzeitig eine große Offenheit wider.
Linn hatte Glück und durfte nach einem Jahr Wartezeit ausreisen. In Deutschland trifft eine ganz neue Welt auf sie. Linn zeigt sich offen gegenüber ihren Bezugspersonen und genießt auch Streicheleinheiten. Neue Situationen machen sie jedoch noch unsicher. Katzen und Kinder sind ihr beispielsweise noch nicht geheuer. Hier braucht sie Geduld und erfahrene Menschen, die ihr helfen können.
Fremden Menschen gegenüber zeigt Linn sich zurückhaltend, aber nach ein paar Snacks freundlich. Ihrer Umwelt begegnet sie zunächst vorsichtig, beobachtet und tastet sich heran. Gibt man ihr ein wenig Zeit, taut sie auf und wird neugierig. An der Leine läuft sie schon sehr gut und stubenrein ist Linn auch bereits. Mit anderen Hunden ist Linn gut verträglich und sozial, Orientierung an Artgenossen gibt ihr sichtbar Sicherheit.
Alles ist neu für sie: Alltagsgeräusche, Abläufe, Leine, Stubenreinheit und Regeln. Doch sie bringt beste Voraussetzungen mit, all das in ihrem Tempo zu lernen. Mit Geduld, liebevoller Anleitung und klaren Strukturen wird sie sich gut entwickeln. Eine positiv arbeitende Hundeschule kann dabei unterstützen und ihr zusätzliche Sicherheit geben.
Linn steht mitten in der Entwicklung. Sie ist neugierig, lernbereit und durchläuft aktuell und in den kommenden Monaten auch pubertäre Phasen. Dann braucht sie Menschen, die ruhig bleiben, verständnisvoll begleiten und wissen, dass Unsicherheit und Testen dazugehören dürfen.
Besonders wichtig ist: Linn sucht dringend ein ländlich gelegenes Zuhause, in dem sie ankommen und zur Ruhe kommen kann.
Linn zieht kastriert, gechipt, geimpft, entwurmt und entfloht mit EU‑Heimtierausweis um. Nach positiver Vorkontrolle und gegen eine Schutzgebühr kann sie in ihr neues Leben starten. Auch über eine erfahrene Pflegestelle würden wir uns sehr freuen.
Ein herzlicher Dank geht an Susann G., die Linn ihren Namen und damit eine eigene Identität geschenkt hat.
Stand: 12.09.2026















