Etwa 500 Hunde leben

im öffentlichen Shelter von Baia Mare. Aktuell gibt es 200 Zwinger. 2018 wurde das Shelter erweitert. Die neuen Zwinger haben eine Größe von 7qm und die alten 5qm.

Das Shelter gibt es seit über 20 Jahren

In 2015 übernahm die Tierschutzorganisation Salvati Animalele die Leitung des städtischen Shelters. Seit 2017 sind auch wir dort aktiv.

Die monatlichen Kosten

belaufen sich auf 7 bis 8.000 Euro nur alleine für das Futter. Tierarztkosten sind monatlich in Höhe von 10.000 Euro fällig.

Was wir bisher erreicht haben

Baia Mare ist die Hauptstadt des Kreises Maramureș in Nordwest-Rumänien und hat ungefähr 110.000 Einwohner. Viele historische Sehenswürdigkeiten schmücken die Stadt und am Rande steht eines der größten öffentlichen Tierheime Rumäniens mit etwa 500 Hunden. Dort werden aus dem ganzen Landkreis die Hunde von den Hundefängern gebracht und auch nicht selten „fliegt“ mal ein Hund über die Zaunanlage in das Shelter.

Das Public Shelter wird vom rumänischen Tierschutzverein Salvati Animalele geleitet, gehört aber dennoch der Stadt. Leider ist auch im Landkreis Baia Mare die Politik nicht daran interessiert, das Problem nachhaltig und mit uns gemeinsam zu lösen und wälzt das Problem auf uns und unsere rumänischen Kollegen ab. Wie auch in Bistrița steht eine Tötung im Raum, sollte das Shelter die von den Hundefängern täglich gebrachten Hunde nicht mehr unterbringen können. Daher sind wir sehr froh, dass wir durch unsere Vermittlungsarbeit das bisher abwenden konnten.

In Baia Mare ist die Masse der Tiere eine große Herausforderung. Nicht nur der Platzmangel, sondern auch die Tatsache, dass nur wenige Menschen in diesem großen Tierheim ehrenamtlich helfen wollen und die Stadt nicht ausreichend Mitarbeiter stellt. Somit fallen mehr als 100 Hunde in der Betreuung und Versorgung auf einen einzigen Helfer. Damit wird sehr schnell klar, dass die Hunde wenig bis keine Ansprache erhalten. Und dass der Fokus der täglichen Arbeit auf Füttern und Säubern liegt.

Daher sind wir als deutsches Team regelmäßig vor Ort und unterstützen unsere rumänischen Kollegen und kümmern uns um die Hunde.

Leider haben wir keine Shelter-Tierarzt-Praxis im Tierheim, so dass die Hunde alle einzeln zum Tierarzt gebracht werden müssen oder bei komplizierteren Fällen in die Tierklinik nach Cluj (dreistündige Autofahrt; einfache Strecke) gebracht werden müssen.

Seit 2017 sind wir in Baia Mare aktiv und es ist seither der größte Standort.

In den vielen Jahren konnten wir gemeinsam mit Salvati Animalele vieles zum Besseren bewegen:

  • Groß angelegte Kastrations- und Aufklärungskampagnen mehrfach im Jahr
  • Hochwertiges Futter und medizinische Versorgung bei Krankheit oder Verletzung
  • Bereitstellung und Instandhaltung der schützenden Hütten
  • Streueinlagen für Zwinger mit Welpen
  • Sonnen- und Windschutz in den Zwingern
  • Größere bauliche Maßnahmen, wie neue Zwingeranlagen, Container für Futter, Ausbau und Beheizung einer Krankenstation, Welpenspielplatz
  • Kameraüberwachung des kompletten Shelter-Geländes

Die Anzahl der Tiere ist erschlagend. Der Personalschlüssel eine Katastrophe. Die medizinische Versorgung der Hunde macht uns große Bauchschmerzen. Aber Aufgeben ist keine Option. Neben einem weiteren, kleineren Verein sind wir die einzige Unterstützung, die die Hunde im Shelter Baia Mare und das Team vor Ort hat.

Unser großer Wunsch wäre eine gut ausgestattete Shelter-Tierarzt-Praxis, ausreichend Personal im Shelter, so dass weniger Hundeschicksale an einer Person hängen und ein Kastrations-Mobil.

Baia Mare in Person

    • Monika, Leitung des Shelters
    • Alex, ehrenamtlicher Helfer. Er übernimmt sehr viele Aufgaben, wie z.B. Tierarztbesuche, Umsetzung von baulichen Maßnahmen, Koordination der Arbeiter, etc.
    • 6 Arbeiter, die von der Stadt fest angestellt sind. Vasile, Gabi, Andrej, Rodica & Rodica und Brigitta. Sie kümmern sich um die Reinigung der Zwinger und die Fütterung der Hunde

Monika Bohoni

Mein Name ist Monika Bohoni, ich bin in Baia Mare geboren und leite das öffentliche Shelter.

Schon als Kind reifte in mir der Wunsch, Tieren zu helfen. Ich wollte Tierärztin werden. Leider war es in unserem Land nicht so leicht, der Kommunismus hielt Einzug und so brach ich die Schule ab, um auf dem Hof der Familie zu helfen. 2008 gründete ich den Tierschutzverein „Salvati Animalele“. Eines Tages besuchte ich das öffentliche Shelter Baia Mare und erschrak vor den Bedingungen dort. Die Hunde waren viel zu dünn, sie schrien vor Hunger. So kämpfte ich für bessere Verhältnisse. Bis ich 2015 das Shelter selbst übernahm. Damals lebten hier 267 Hunde. Heute sind es fast 500.

Meinen Traum, Tierärztin zu werden konnte ich mir leider nicht erfüllen. Ein weiterer Traum ist es, ein privates Shelter zu haben. Ein Shelter, in dem bessere Voraussetzungen herrschen, mehr Hygiene, mehr Platz, bessere Versorgung mit Strom und mehr Sicherheit. Manchmal werden Träume ja wahr…

Das Public Shelter Baia Mare

Einblicke in das Public Shelter und die Arbeit vor Ort.

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