Oki lebt gemeinsam mit seinen Geschwistern Bonito und Ylva im Shelter in Bistrița. Die drei wurden zusammen mit ihrer Mutter nahe einem Fluss ausgesetzt und konnten nur mit viel Einsatz in Sicherheit gebracht werden. Diese ersten Erfahrungen haben Spuren hinterlassen, denn alle drei Welpen zeigen deutlich, dass sie dem Menschen bislang kaum Grund hatten zu vertrauen.
Optisch ähnelt Oki seinem größeren Bruder Bonito sehr, nur wirkt er wie eine tiefergelegte Version von ihm. Sein Körper ist lang, die Beine sind deutlich kürzer und seine vier weißen Pfötchen fallen sofort ins Auge. Meist trägt er sein Schwänzchen eingezogen, was gut widerspiegelt, wie er sich fühlt. Oki ist der vorsichtigste der drei Brüder. Während Bonito sich zumindest durch Futter immer wieder zu kleinen mutigen Schritten überreden lässt, bleibt Oki lieber auf Abstand. Er nimmt kein Futter aus der Hand, lässt sich nicht anfassen und beobachtet das Geschehen lieber aus sicherer Entfernung.
Mit anderen Hunden zeigt sich Oki freundlich und sucht gezielt Schutz bei ihnen. In der Gruppe orientiert er sich stark an seinen Geschwistern und fühlt sich deutlich wohler, wenn er nicht allein ist. Katzen kennt er bislang nicht. Seine Zurückhaltung ist keine Sturheit, sondern reine Angst. Oki kennt Nähe, Berührung und menschliche Zuwendung bisher schlicht nicht als etwas Positives.
Für Oki braucht es Menschen mit sehr viel Geduld, Ruhe und Einfühlungsvermögen. Sein neues Zuhause sollte bereit sein, ihn einfach sein zu lassen, ohne Erwartungen, ohne Druck. Ein sicherer Rahmen, feste Abläufe und ein ruhiges Umfeld helfen ihm dabei, langsam Vertrauen aufzubauen. Jeder kleine Fortschritt wird Zeit brauchen, und genau diese Zeit muss man ihm schenken wollen. Ein souveräner Ersthund kann für Oki eine große Hilfe sein, da er sich stark an anderen Hunden orientiert und über sie Sicherheit gewinnt.
Auch Oki steht noch am Anfang seines Lebens. Alles, was ein Familienhund später können soll, ist für ihn Neuland. Leine laufen, das Leben im Haus, Alltagsgeräusche, Nähe zu Menschen und schließlich auch die kommende Pubertät werden Herausforderungen sein. Gerade in dieser Phase ist es wichtig, ihn mit positiver Verstärkung zu begleiten und ihm zu zeigen, dass er sich auf seine Menschen verlassen kann. Eine positiv arbeitende Hundeschule mit Erfahrung im Umgang mit ängstlichen Hunden kann dabei eine wertvolle Unterstützung sein, allerdings erst dann, wenn Oki dafür bereit ist.
Oki reist altersentsprechend gechipt, geimpft, entwurmt und entfloht. Je nach Alter bei Ausreise wird er kastriert. Er bringt einen EU Heimtierausweis mit und kann nach positiver Vorkontrolle gegen eine Schutzgebühr von 500 Euro in sein neues Zuhause oder auf eine Pflegestelle ziehen.
Oki ist kein Hund für schnelle Erfolge. Aber für Menschen, die leise Töne verstehen, Geduld mitbringen und sich über jeden noch so kleinen Schritt freuen können, kann er zu etwas ganz Besonderem werden.
Vielen Dank an Saskia, die Oki seinen Namen geschenkt und ihm damit eine eigene Identität gegeben hat.
Stand: 17.01.2026
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