Wer in Leves Gesicht blickt, sieht nicht einfach nur einen Welpen – man sieht eine kleine Persönlichkeit. Mit seinem flauschigen Fell und dem markanten schwarz-weißen Köpfchen, aus dem das niedliche schwarz-rosa Näschen hervorsticht, zieht er alle Blicke auf sich. Dabei ist Leve kein Hund für die große Show: Entweder schaut er mit einer gesunden Portion Skepsis in die Kamera, oder er wirkt völlig selbstvergessen, wie ein kleiner Träumer. Er ist ein charmanter Fleckenzwerg mit eigenem Kopf, der dem Trubel um Fotoshootings eher wenig abgewinnen kann. Während andere posieren, wartet Leve lieber darauf, dass es endlich richtig losgeht.
Hinter diesem niedlichen, beinah zerzaust wirkenden Äußeren steckt eine bewegende Geschichte. Leve und seine acht Geschwister – Baxter, Lönne, Peppi, Dolly, Nancy, Biber, Jakko und Bento- standen kurz vor einem Schicksal, das man sich kaum ausmalen mag: Sie waren bereits auf dem Weg in ein rumänisches Shelter ohne Rückkehr. Ein Einwegticket in den Tod, das nur durch eine Rettung in letzter Sekunde abgewendet wurde. Heute zeigt Leve auf seiner Pflegestelle in Bologa jeden Tag, was für ein feiner, sanftmütiger Kerl er ist. Aktuell ist er mit etwa 4 kg und 30 cm noch ein zarter Knirps, doch wir vermuten, dass er einmal ein stattlicher, mittelgroßer bis großer Rüde wird. Da optisch ein paar Hütehund-Gene mitgemischt haben könnten, bekommt man hier einen richtig pfiffigen und lernwilligen Begleiter, der mit seinen Menschen zusammenarbeiten möchte.
Charakterlich ist Leve ein absolutes Seelchen – sanft, unfassbar lieb und im Umgang mit anderen Hunden sowie Katzen total unkompliziert. Wer sich für ihn entscheidet, holt sich die volle Packung Leben ins Haus. Die Welpenzeit bedeutet natürlich auch: kleine Pannen auf dem Teppich, schlaflose Nächte und die Neugier auf alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Leve muss das Hunde-Einmaleins, von der Stubenreinheit bis zum sicheren Alleinebleiben, erst noch kleinschrittig und mit viel Geduld lernen.
Und wenn dann die Pubertät anklopft und die Hormone Purzelbäume schlagen, braucht es Humor und Konsequenz, um aus diesem kleinen Träumer den loyalen Traumhund zu machen, der er tief im Inneren schon jetzt ist. Spätestens jetzt wäre auch der Besuch einer Hundeschule eine gute Idee.
Leve kann nicht ewig auf seiner Pflegestelle bleiben – er wartet sehnsüchtig auf seine Menschen.
Er reist gechipt, geimpft, entwurmt und entfloht mit seinem EU-Heimtierausweis in sein neues Leben. Nach einer positiven Vorkontrolle kann er gegen eine Schutzgebühr von 500 Euro vermittelt werden; aber auch eine Pflegestelle wäre eine riesige Chance für ihn.
Ein ganz herzliches Dankeschön geht an den Paten Oli, der Leve seinen Namen und damit die Chance auf eine sichere, eigene Zukunft geschenkt hat.
Stand: 20.01.2026










