Tollwut in den Nachrichten - was heißt das für uns?
In den vergangenen Tagen wurde in den Medien über einen bestätigten Tollwut-Fall bei einem aus Russland importierten Hund in Rheinland-Pfalz berichtet. Dieser tragische Einzelfall bewegt viele Menschen – und verständlicherweise wirft er Fragen auf.
Zunächst möchten wir der betroffenen Familie unser aufrichtiges Mitgefühl aussprechen. Ein Tier auf diese Weise zu verlieren, ist schmerzhaft.
Gleichzeitig beobachten wir, dass die Diskussion in sozialen Netzwerken zunehmend emotional geführt wird. Es werden pauschale Vorwürfe gegen Auslandstierschutzorganisationen erhoben, Dokumente grundsätzlich infrage gestellt und teilweise entsteht ein Klima der Verunsicherung für Familien, die Hunde aus dem Tierschutz aufgenommen haben.
Uns ist wichtig, hier sachlich einzuordnen: Deutschland gilt als tollwutfrei. Es handelt sich um einen einzelnen Importfall.
Es wurde keine allgemeine Gefahrenlage oder Epidemie ausgerufen. Dass die zuständigen Behörden nun besonders genau prüfen und verstärkt Kontrollen durchführen, ist nachvollziehbar und dient dem Schutz von Mensch und Tier.
Was wir jedoch nicht unterstützen, sind pauschale Verurteilungen oder die Gleichsetzung einzelner möglicher Verstöße mit der Arbeit seriöser Organisationen.
Für die Tierschutzarbeit von Ein Herz für Streuner e.V. gilt:
🐾 Rumänien gehört zur EU und ist seit Januar 2025 vollständiges Mitglied des Schengen-Raums
🐾 Da Rumänien ein EU-Land ist, gelten bei der Einreise aus Rumänien in andere EU-Länder die gleichen Vorschriften wie innerhalb der EU. Es reichen Mikrochip, gültige Tollwutimpfung und ein EU-Heimtierausweis. Alle unsere Tiere reisen mit gültiger Tollwutimpfung und einem EU-Heimtierausweis.
🐾 Die vorgeschriebenen Karenzzeit von 21 Tagen wird konsequent eingehalten.
🐾 Jeder Hund ist gechipt und verfügt über vollständige, gültige Dokumente.
🐾 Russland, Türkei, Türkei, Marokko, Albanien, etc. gehören z.B. zu den nicht gelisteten Drittländern. Diese Länder gelten als Hochrisikoländer für Tollwut und daher fallen hier andere Anforderungen für die Einreise an, wie z.B. der Titertest mit einer Blutprobe.
🐾 Transporte sind nachvollziehbar dokumentiert. Für unsere vermittelten und bereits eingereisten Hunde besteht keine Gefahr. Wer einen Hund über eine seriöse Organisation mit ordnungsgemäßen Papieren aufgenommen hat, muss keine Angst haben.
Wichtig, Ihr und Eure Tiere habt Rechte!
❌Ohne einen schriftlichen und offiziellen Bescheid, oder eine gerichtliche Anordnung, hat niemand das Recht, Euren Hund mitzunehmen, oder Maßnahmen anzuordnen
❌Ihr müsst auch niemanden in Euer Haus, oder Eure Wohnung lassen
🙏 Hunde und Katzen ohne nachweisbaren, gültigen Impfschutz, die mit einem tollwutkranken Tier Kontakt hatten, müssen (!) euthanasiert werden. Das ist den Behörden so vorgegeben und es gibt da keinen Spielraum. Daher unser dringender Appell: Bitte lasst Eure Hunde generelle immer regelmässig gegen Tollwut impfen🙏
Kontrollen durch Veterinärämter können in der aktuellen Situation häufiger stattfinden. Das ist Teil der behördlichen Sorgfaltspflicht – und für uns selbstverständlich kein Problem, da wir transparent und gesetzeskonform arbeiten. Der aktuelle Fall zeigt, wie wichtig gesetzeskonforme Abläufe und verantwortungsvoller Tierschutz sind.
Informiert euch genau über Vermittlungsprozesse, Impfungen, Dokumente und Transporte – und lasst die Finger von Organisationen, bei denen euch etwas unseriös erscheint – oder adoptiert bei Ein Herz für Streuner e.V. Hier seid ihr sicher in guten Händen Wir stehen weiterhin für legalen, verantwortungsvollen und transparenten Tierschutz.
