CAMBERA

CAMBERA

Es gibt Hunde, deren Geschichte man erst in ihren Augen lesen muss, bevor sie bereit sind, sie uns zu erzählen. Die etwa zweijährige Cambera ist eine solche Seele.

Cambera stammt aus der Tötungsstation Suraia, einem Ort, der für Grausamkeit und Entbehrung steht. Dort, wo Hunger und Durst zum quälenden Alltag gehörten und die Enge der Käfige die Hoffnung erstickte, hat Cambera überlebt. Doch obwohl sie nun in Sicherheit in Fantanele ist, findet ihre Seele noch keine Ruhe. Die etwa 45 cm große Hündin leidet massiv unter der aktuellen Situation: Der ständige Lärm, das Bellen und die Unruhe im Shelter setzen ihr schwer zu. Cambera ist tief verunsichert und braucht dringend einen Ort, an dem es still wird, damit sie endlich aufhören kann zu zittern und anfangen kann zu heilen.

In ihrem Namen verbirgt sich bereits ein wunderschönes Versprechen. „Cambera“ bedeutet im nordspanischen Raum so viel wie „der Pfad“ oder „der schmale Weg“. Momentan gleicht ihr Vertrauen tatsächlich einem schmalen, unsicheren Pfad, der durch dichtes Dickicht aus Unsicherheit und schlechten Erfahrungen führt. Sie versteckt sich lieber, beobachtet aus sicherer Entfernung und braucht viel Zeit, um zu begreifen, dass die Gefahr hinter ihr liegt.

Für Cambera suchen wir emphatische, hundeerfahrene Menschen, die keine fertige Gefährtin erwarten, sondern bereit sind, diesen schmalen Pfad gemeinsam mit ihr zu beschreiten – mit unendlicher Geduld, ohne Erwartungsdruck und mit einem Gespür für die leisen Töne.

Im Umgang mit anderen Hunden zeigt sich Cambera sehr sozial und verträglich. Ein souveräner Ersthund im neuen Zuhause wäre für sie wie ein Wegweiser auf ihrem Pfad, an dem sie sich orientieren und Sicherheit finden kann. Ob sie mit Katzen harmoniert, wurde bisher noch nicht getestet.

Cambera braucht ein ruhiges Umfeld, in dem sie in ihrem ganz eigenen Tempo ankommen darf. Wenn man ihr die Zeit gibt, die sie braucht, wird aus dem schmalen Pfad ihrer Angst irgendwann eine breite Straße des Vertrauens werden.

Wer schenkt dieser tapferen Überlebenden ein warmes Körbchen und die Chance, ihren Namen zum Programm zu machen und endlich ihren sicheren Weg ins Glück zu finden?

Cambera reist kastriert, gechipt, geimpft, entwurmt und entfloht in ihr neues Zuhause, zusammen mit ihrem EU-Heimtierausweis. Nach positiver Vorkontrolle kann sie gegen eine Schutzgebühr von 500 Euro vermittelt werden, aber auch eine Pflegestelle wäre ein guter Wegbereiter in eine bessere Zukunft.

Vielen Dank, Inge S., Du hast Cambera ihren wirklich passenden Namen geschenkt und damit eine Identität.

Stand: 19.04.2026