JACY

JACY

Manche Seelen brechen nicht laut – sie werden leiser. Die ungefähr 2 Jahre alte Jacy ist so ein Seelchen. Und genau deshalb berührt sie so tief.

Jacy bettelt nicht um Aufmerksamkeit, weil sie gelernt hat, unsichtbar zu sein – zu ihrem eigenen Schutz. Sie stammt ursprünglich aus dem Horrorshelter in Suraia, wo viele Hunde unter den schlimmsten Bedingungen leben, geprägt von Angst, Hunger und Krankheit. Gemeinsam mit rund 30 anderen Leidensgenossen konnte sie glücklicherweise gerettet werden. Derzeit ist sie in unserem privaten Shelter in Fantanele sicher untergebracht, aber noch lange nicht angekommen.

Aktuell ist Jacy noch ein wenig scheu. Sie beobachtet zwar intensiv, zieht sich aber zurück, wenn ihr alles zu viel wird. Man merkt, dass sie sich im Moment verloren fühlt und nicht so recht versteht, was um sie herum passiert. Umso schöner ist es, dass immer wieder ihre Neugier durchblitzt und sie sich vorsichtig annähert – besonders, wenn Leckerchen im Spiel sind. Und dann ist da noch etwas ganz Wunderbares: ihr Wesen. Sie ist absolut freundlich, feinfühlig und einfach nur liebenswert.

Auch Jacys hübsche Optik ist außergewöhnlich und zeigt die Einzigartigkeit von Mischlingen. Sie hat eine zarte Statur und helles Fell mit vorwiegend feinen Sprenkeln. Ihr Gesicht ist warm braun gefärbt und wird von einer schmalen weißen Blesse durchzogen. Ihre Größe schätzen wir auf etwa 45–50 cm.

Das Shelter ist laut und hektisch – kein Ort, an dem Jacy sich wirklich öffnen kann. Sie braucht daher dringend einen ruhigen Platz bei erfahrenen Menschen, die nichts von ihr erwarten außer, dass sie einfach sie selbst sein darf. Mit anderen Hunden ist sie gut verträglich und orientiert sich auch an ihnen, was ihr Sicherheit gibt. Ein souveräner Ersthund darf daher gerne im Haushalt leben, ist aber kein Muss. Ob sie Katzen mag, wissen wir nicht.

Jacy hat bisher nichts kennengelernt – kein echtes Zuhause, keine Geborgenheit, keine Menschen, die ihr zeigen, wie schön Nähe sein kann. Sie muss alles erst lernen: Alltag, Leinenführigkeit, selbst wie sich ein weiches Körbchen anfühlt. Doch in ihr steckt viel Potenzial und sie bringt damit eine tolle Grundlage mit, auf der man aufbauen kann. Wer ihr Zeit, Geduld und Liebe schenkt, wird erleben, wie sie sich Stück für Stück entwickelt, selbstbewusster wird und immer mehr aufblüht.

Nach einer positiven Vorkontrolle und der Übernahme einer Schutzgebühr in Höhe von 500 Euro reist Jacy kastriert, gechipt, geimpft, entwurmt, entfloht und mit einem EU-Heimtierausweis.

Wer wurde von unserer Jacy berührt und möchte ihr eine Chance geben? Auch eine Pflegestelle würde ihr unheimlich helfen.

Vielen Dank, Melle S., dass du ihre Namenspatenschaft übernommen hast.

Stand: 19.04.2026