Ava ist auf ihrer Pflegestelle angekommen und zeigt dort bereits nach kurzer Zeit, welch wunderbare Hündin in ihr steckt. Gegenüber ihren vertrauten Menschen ist sie liebevoll und verschmust, sucht aktiv deren Nähe und kuschelt sich gerne ganz eng an sie heran. Sie freut sich sehr, wenn ihre Bezugspersonen nach Hause kommen oder morgens aufstehen, und genießt gemeinsame Kuschelmomente in vollen Zügen.
In der vertrauten Wohnung fühlt sich Ava bereits deutlich sicherer als draußen. Hier zeigt sie ihre fröhliche und lustige Seite, streckt sich genüsslich und unterhält ihre Menschen mit ihrer ganz eigenen „Stimme“: Wenn sie sich freut, gibt sie niedliche grummelnde Geräusche von sich, mit denen sie ihrer Begeisterung Ausdruck verleiht.
In ihrem sicheren Umfeld zeigt sich Ava verspielt und voller Lebensfreude. Sie rennt ausgelassen durch den Garten, spielt und wälzt sich vor lauter Freude im Gras. Eine weitere Lieblingsbeschäftigung ist es, ihre Menschen beim Essen aufmerksam zu beobachten und so lange zu hypnotisieren, bis die Hand vielleicht doch ganz versehentlich mit einem kleinen Leckerbissen in Richtung ihres Mäulchens wandert.
Auch mit anderen Hunden ist Ava sehr gerne zusammen. Auf ihrer Pflegestelle lebt sie mit einem souveränen Ersthund, an dem sie sich stark orientiert und dessen Nähe ihr viel Sicherheit gibt. Seine ruhige Art hat ihr bei ihrer bisherigen Entwicklung sehr geholfen. Ein souveräner Hund im zukünftigen Zuhause könnte Ava zusätzliche Sicherheit geben und eine wertvolle Unterstützung für sie sein, ist jedoch keine Voraussetzung. Viel wichtiger sind geduldige und verständnisvolle Menschen, die feinfühlig auf ihre sensible Art eingehen und ihr die Zeit geben, in ihrem eigenen Tempo Vertrauen zu fassen.
Ava steckt ihrem Alter entsprechend mitten in der Pubertät und natürlich bringt sie trotz ihrer Unsicherheit auch die typischen Flausen eines jungen Hundes mit. Vor allem Schuhe haben es ihr angetan: Bleiben Hausschuhe unbeaufsichtigt liegen oder steht die Tür zum Flur offen, findet man anschließend möglicherweise die gesamte Schuhsammlung im Wohnzimmer wieder. Ava hat eben ihre ganz eigene Vorstellung von Raumgestaltung und nutzt die Gelegenheit auch gerne, um Schnürsenkel herauszuziehen oder den einen oder anderen Schuh ein wenig „umzufrisieren“. Solche kleinen Streiche gehören zu einem jungen Hund dazu und zeigen, dass hinter ihrer anfänglichen Unsicherheit eine aufgeweckte und neugierige Hündin steckt.
Das Alleinbleiben klappt dafür schon erstaunlich gut. Bislang wurde Ava für etwa zwei Stunde allein gelassen, und diese Zeit hat sie ruhig und problemlos gemeistert. Das ist für den Anfang bereits ein toller Erfolg. Die Dauer sollte in ihrem neuen Zuhause selbstverständlich weiterhin langsam und kleinschrittig aufgebaut werden und sicherheitshalber sollten dabei keine Schuhe in ihrer Reichweite liegen.
All diese schönen und lustigen Seiten zeigt Ava, wenn sie sich sicher fühlt und den Menschen an ihrer Seite vertrauen kann. Außerhalb ihres vertrauten Rahmens ist sie momentan noch eine sensible und unsichere Hündin. Die große, weite Welt macht ihr noch Angst, und unbekannten Menschen begegnet sie zunächst skeptisch und vorsichtig. Ava benötigt daher Zeit, Verständnis und einen verlässlichen Rahmen, um Vertrauen zu fassen und ihr fröhliches Wesen zeigen zu können.
Obwohl Ava erst seit kurzer Zeit auf ihrer Pflegestelle lebt, hat sie bereits großartige Fortschritte gemacht. Mittlerweile lässt sie sich problemlos ihr Geschirr anziehen und anleinen. Auch im Umgang mit Besuch wird sie immer sicherer: Während sie anfangs noch mit Bellen und Knurren reagierte, zieht sie sich heute meist auf eine für sie angenehme Distanz zurück und beobachtet die Situation in Ruhe. Bei hektischen oder für sie überraschenden Bewegungen erschrickt sie allerdings noch, beginnt zu bellen und sucht erneut Abstand. Daran wird deutlich, dass ihre Unsicherheit weiterhin vorhanden ist und das ist völlig in Ordnung. Bleibt ihre Bezugsperson bei ihr, vermittelt ihr Sicherheit und spricht ihr ruhig zu, kann Ava sich wieder entspannen und traut sich mit der Zeit auch näher heran. Mit Geduld, Verständnis und kleinschrittigem Training wird sie so nach und nach immer mutiger.
Das Gassigehen muss mit Ava noch weiter geübt werden. Draußen ist ihre Angst momentan teilweise noch so groß, dass sie sich nicht traut, loszulaufen und ihre Umgebung zu erkunden. Auf ihrer Pflegestelle wird daran bereits behutsam und kleinschrittig gearbeitet. Ihre zukünftige Familie muss sich jedoch darauf einstellen, dieses Training in der neuen Umgebung erneut geduldig aufzubauen, da ein Umzug für Ava zunächst wieder viele unbekannte Eindrücke mit sich bringt.
Ähnlich verhält es sich mit dem Autofahren, das ihr aktuell noch große Angst macht. Auch hier braucht sie Menschen, die sie nicht überfordern, sondern ihr mit Ruhe, Geduld und vielen positiven Erfahrungen dabei helfen, Schritt für Schritt mehr Sicherheit zu gewinnen.
Ava wird vermutlich kein Hund sein, der unbekannten Menschen sofort freudig entgegenspringt und das muss sie auch nicht. Es kann sein, dass eine gewisse Skepsis gegenüber Fremden immer zu ihrem Charakter gehören wird. Umso wichtiger sind Menschen, die ihre Grenzen respektieren, sie nicht bedrängen und ihr die Zeit lassen, die sie benötigt.
Für Ava wünschen wir uns geduldige und verständnisvolle Menschen, die keine schnellen Ergebnisse erwarten, sondern bereit sind, Zeit und Arbeit in ihre weitere Entwicklung zu investieren. Sie braucht Menschen, die ihr Sicherheit vermitteln und ihr in ihrem eigenen Tempo zeigen, dass die Welt nicht nur gruselig ist, sondern viele schöne Erlebnisse bereithält.
Wenn Ava ausreichend Sicherheit gewonnen hat, könnte auch der Besuch einer positiv arbeitenden Hundeschule eine schöne Möglichkeit sein, um in einem geschützten und für sie passenden Rahmen weitere Umweltreize kennenzulernen und gemeinsam mit ihren Menschen zu wachsen.
Wer Ava die notwendige Zeit schenkt und ihr Vertrauen gewinnt, bekommt eine liebevolle, verschmuste, lustige lebensfrohe und sportliche Begleiterin, die sich eng an ihren Menschen orientiert. Man sieht bereits jetzt, wie viel Energie und Lebensfreude in ihr stecken. Daher können wir uns gut vorstellen, dass sie mit wachsendem Vertrauen später auch Freude an längeren Ausflügen und gemeinsamen sportlichen Aktivitäten entwickeln wird.
Wer zeigt Ava, dass sich Vertrauen lohnt, und entdeckt gemeinsam mit ihr all die schönen Seiten der großen, weiten Welt?
Ava ist kastriert, geimpft und gechippt und besitzt einen EU-Heimtierausweis. Sie kann auf ihrer Pflegestelle kennengelernt und besucht werden.
Vielen Dank an Namenspatin Marie, die Ava ihren Namen geschenkt und ihr damit eine Chance auf ein neues Leben ermöglicht hat.
Stand: 11.09.2026















