Mit gerade einmal vier bis fünf Wochen begann für Pixie und ihre zwei Schwestern ein Leben ohne Mama. Die vier winzigen Hundemädchen wurden ganz allein in einem Wald gefunden. Warum sie dort waren und was mit ihrer Mutter passiert ist, wissen wir leider nicht. Ihr Finder nahm die Kleinen zunächst bei sich auf, kümmerte sich um sie und versorgte sie in den ersten wichtigen Wochen. Als die vier schließlich alt genug waren, selbstständig Trockenfutter zu fressen, wurden sie ins Shelter gebracht. Dort sind sie nun in Sicherheit, doch ein Tierheim soll für Pixie natürlich nur eine Zwischenstation sein.
Pixie macht ihrem zarten Namen alle Ehre und bringt gleichzeitig ordentlich Leben mit. Sie ist ein ausgesprochen freundliches, liebevolles und aktives Hundemädchen, das neugierig auf Menschen zugeht und Zuwendung gerne annimmt. Still in einer Ecke sitzen und der Welt beim Vorbeiziehen zusehen? Das wäre für einen jungen Entdecker wie Pixie vermutlich viel zu langweilig. Sie möchte erleben, spielen und herausfinden, was es außerhalb des Shelters noch alles gibt. Mit anderen Hunden versteht sie sich gut. Katzen konnte sie bisher noch nicht kennenlernen, weshalb wir ihre Verträglichkeit mit ihnen noch nicht beurteilen können.
Auch optisch hat Pixie ihren ganz eigenen Wiedererkennungswert. Die süße gefleckte Hündin fällt sofort durch ihre außergewöhnlichen Öhrchen auf, die ihrem Gesicht einen ganz besonderen Ausdruck verleihen. Dazu kommen ihr aufgeweckter Blick und ihre hübsche Fellzeichnung eine Kombination, bei der man ziemlich sicher weiß: Diese kleine Hundedame würde man auch unter hundert anderen wiedererkennen. Sie hat eine verkürzte Rute. Diese stört oder beeinträchtigt sie keinesfalls, allerdings darf sie damit leider nicht in die Schweiz vermittelt werden.
Mit ihren zwei Monaten ist Pixies Lebenslauf natürlich noch ziemlich kurz und ihre Liste mit Dingen, die sie lernen muss, dafür umso länger. Wie der Alltag in einer Familie funktioniert, weiß sie noch nicht. Stubenreinheit, Leinenführigkeit und Alleinbleiben sind für sie Fremdwörter. Auch Ruhe zu halten, verschiedene Umweltreize kennenzulernen und zu verstehen, welche Regeln in einem Zuhause gelten, wird Zeit brauchen. Ihre Menschen sollten deshalb nicht erwarten, dass vom ersten Tag an alles klappt. Geduld, liebevolle Konsequenz und die Bereitschaft, über das eine oder andere Welpen Missgeschick zu schmunzeln, gehören unbedingt dazu.
Kaum ist das kleine Hunde-ABC gelernt, wird irgendwann die Pubertät anklopfen und mit ihr vermutlich die eine oder andere kreative Idee. Vielleicht funktionieren Pixies besonderen Ohren dann zeitweise eher als hübsche Dekoration, Grenzen werden neu verhandelt und bereits Gelerntes scheint plötzlich irgendwo verloren gegangen zu sein. Das gehört zum Erwachsenwerden dazu. Wer ihr auch in dieser Phase ruhig und verlässlich Orientierung gibt, legt den Grundstein für ein harmonisches gemeinsames Leben. Eine positiv arbeitende Hundeschule kann Pixie und ihre Menschen dabei wunderbar begleiten.
Pixie sucht also nicht einfach nur ein warmes Körbchen. Sie sucht Menschen, die Lust auf all die ersten Male haben: den ersten gemeinsamen Spaziergang, das erste gemeisterte Kommando, vielleicht den ersten kleinen Unsinn und irgendwann diesen besonderen Moment, in dem aus einem geretteten Waldwelpen ganz selbstverständlich ein geliebtes Familienmitglied geworden ist.
Nach einer erfolgreichen Vorkontrolle und gegen Übernahme einer Schutzgebühr darf Pixie gechipt, geimpft, entwurmt und entfloht in ihr neues Zuhause reisen. Ihren EU-Heimtierausweis bringt sie selbstverständlich mit.
Wer möchte dafür sorgen, dass Pixies Geschichte nach ihrem Start im Wald mit einem eigenen Zuhause und ganz vielen gemeinsamen Abenteuern weitergeht?
Vielen Dank an Lena. Du hast Pixie einen Namen und damit die Chance auf ein neues Leben geschenkt.
Stand: 13.09.2026








