Maguna ist gerade einmal gut zwei Monate alt und musste sich vor Kurzem von ihrer Mama trennen. Im Moment zeigt sie sich deshalb noch etwas verunsichert. Gleichzeitig wird sie als süß und lieb beschrieben und versteht sich gut mit anderen Hunden. Für ein so junges Hundekind ist jetzt vor allem wichtig, dass es Menschen bekommt, die ihm Zeit geben und die neue Welt Schritt für Schritt erklären.
Ihre Geschichte beginnt an einem ungewöhnlichen Ort: Magunas Mama lebte an einem Recyclingzentrum am Stadtrand von Cluj, auf dem Gelände einer ehemaligen Mülldeponie. Als die Tierschützer sie dort sahen, war deutlich zu erkennen, dass sie Welpen haben musste. Sie fragten die Mitarbeiter nach den Babys und kamen später wieder, als die Kleinen alt genug waren, um von ihrer Mutter getrennt zu werden. Insgesamt hatte die Hündin vier Welpen. Zwei wurden von Mitarbeitern des Recyclingzentrums adoptiert, Maguna und ein Geschwisterchen kamen in die Obhut des Tierschutzes. Auch für ihre Mama wurde eine Lösung gefunden: Ihre Kastration wurde organisiert und anschließend soll sie von einem der Mitarbeiter übernommen werden. Die Mutter hat ein geschätztes Gewicht von ca. 10kg.
Maguna bringt außerdem eine kleine Besonderheit mit: Ihre Rute fehlt bzw. ist stark verkürzt. Wir wissen nicht, ob sie so geboren wurde oder was die Ursache dafür ist. Für ihre Vermittlung macht sie das aber natürlich kein bisschen weniger liebenswert.
Wie jeder Welpe muss Maguna noch nahezu alles lernen, was zu einem Leben als Familienhund gehört. Stubenreinheit, Leine und Geschirr, Autofahren, Haushaltsgeräusche, Besucher, Straßenverkehr, Ruhe halten und später auch einmal für kurze Zeit alleine bleiben – all das sollte kleinschrittig und mit Geduld aufgebaut werden. Ebenso wichtig sind ausreichend Schlaf und Ruhephasen. Ein Welpe muss nicht ständig beschäftigt werden, sondern braucht viel Zeit, um Erlebtes zu verarbeiten.
Und irgendwann wird auch bei Maguna die Pubertät anklopfen. Dann kann bereits Gelerntes plötzlich wieder infrage gestellt werden, die Konzentration schwanken und die Umwelt zeitweise wesentlich spannender sein als der Mensch am anderen Ende der Leine. Das gehört zur normalen Entwicklung eines jungen Hundes. Mit Geduld, liebevoller Konsequenz, klaren Strukturen und einer positiv arbeitenden Hundeschule lässt sich diese Zeit gut begleiten.
Da Maguna noch mitten im Wachstum steckt, ist auch die endgültige Größe nur eine Schätzung. Ihre Mutter ist klein, Maguna selbst wirkt für ihr Alter jedoch recht kräftig. Wir würden deshalb derzeit von vermutlich mittelgroß ausgehen – eine Garantie dafür gibt es natürlich nicht.
Maguna ist gechipt, geimpft, entwurmt und entfloht. Ab Mitte Oktober ist sie ausreisebereit und reist mit EU-Heimtierausweis. Sie wird nach positiver Vorkontrolle, mit Schutzvertrag und gegen Schutzgebühr vermittelt. Auch über eine geeignete Pflegestelle würde sich Maguna freuen.
Vielen Dank an ihre Namenspatin Silke P., die Maguna ihren Namen geschenkt hat.
Stand: 27.09.2026
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