Caju ist gerade einmal vier Monate alt und hat schon jetzt jede Menge Neugier im Gepäck. Gemeinsam mit seiner Schwester Juli wurde er von unserer Tierschützerin Diana gefunden und bei ihr aufgenommen. Seitdem leben die beiden in einem Zwinger und werden dort versorgt. Doch so sicher dieser Platz auch ist, für zwei junge Hunde gibt es natürlich noch viel mehr zu entdecken als das Leben hinter einem Zaun.
Während seine Schwester Juli eher zurückhaltend ist, zeigt sich Caju als der mutigere und aufgewecktere der beiden. Er ist neugierig und traut sich schon etwas mehr zu als seine Schwester. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass auch Caju bisher kaum etwas von der großen Welt kennengelernt hat. Sein Mut im vertrauten Umfeld bedeutet nicht automatisch, dass er in völlig neuen Situationen genauso unbeschwert reagieren wird.
Mit seinen etwa vier Monaten steckt Caju mitten in einer wichtigen Entwicklungsphase. Er möchte spielen, ausprobieren, seine Umgebung erkunden und dabei jeden Tag etwas Neues lernen. Gleichzeitig braucht er noch viel Schlaf, Ruhe und Menschen, die ihm helfen, all die neuen Eindrücke zu verarbeiten.
Mit anderen Hunden versteht sich Caju gut und zeigt sich verträglich. Auch mit seiner Schwester Juli lebt er problemlos zusammen. Katzen hat er bisher vermutlich nicht kennengelernt.
Da Caju bislang ausschließlich bei Diana im Zwinger gelebt hat, kennt er das normale Leben in einem Haushalt noch nicht. Stubenreinheit, Leinenführigkeit, Alleinbleiben, Autofahren, Haushaltsgeräusche und die vielen kleinen Regeln des Zusammenlebens sind für ihn noch Neuland. Seine zukünftigen Menschen sollten deshalb bereit sein, mit ihm wirklich bei den Grundlagen anzufangen.
Das bedeutet natürlich auch, dass anfangs mal eine Pfütze daneben gehen kann, Schuhe plötzlich besonders interessant werden oder Caju ganz eigene Vorstellungen davon entwickelt, was man mit einem Sofakissen alles anstellen könnte. Das gehört zum Welpenalter dazu und sollte mit Geduld, Humor und liebevoller Konsequenz begleitet werden.
Und kaum hat Caju die ersten Regeln verstanden, wartet auch schon die nächste spannende Phase: die Pubertät. Dann wird aus dem neugierigen Welpen langsam ein Junghund, der möglicherweise die ein oder andere Grenze austestet und bekannte Signale vorübergehend weniger zuverlässig befolgt. Eine positiv arbeitende Hundeschule wäre deshalb eine tolle Unterstützung, um gemeinsam das Hunde-ABC zu lernen und Caju auf seinem Weg ins Erwachsenenleben zu begleiten.
Besonders wichtig ist uns, dass Caju nach seiner Ankunft genügend Zeit zum Eingewöhnen bekommt. Auch wenn er im Vergleich zu seiner Schwester mutiger ist, wird der Umzug nach Deutschland eine riesige Veränderung für ihn bedeuten. Neue Menschen, unbekannte Räume, Geräusche, Gerüche und ein völlig anderer Tagesablauf können zunächst verunsichern. Seine Familie sollte ihm deshalb die Möglichkeit geben, alles in seinem eigenen Tempo kennenzulernen, ohne ihn zu überfordern.
Für Caju wünschen wir uns Menschen, die Freude daran haben, einen jungen Hund großzuziehen und ihm Schritt für Schritt die Welt zu zeigen. Menschen, die sich bewusst sind, dass ein Welpe nicht nur niedlich ist, sondern auch Zeit, Geduld, Erziehung und Verantwortung bedeutet. Dafür dürfen sie einen neugierigen kleinen Hund auf seinem Weg begleiten und gemeinsam mit ihm viele erste Male erleben.
Caju reist gechipt, geimpft, entwurmt und entfloht mit seinem EU-Heimtierausweis in sein neues Zuhause. Altersbedingt ist er noch nicht kastriert. Nach positiver Vorkontrolle kann er gegen eine Schutzgebühr vermittelt werden.
Caju ist bereit, seinen kleinen Zwinger gegen eine große Welt einzutauschen. Wer zeigt ihm, was es da draußen alles zu entdecken gibt?
Vielen Dank an Namenspatin Marina, die Caju seinen Namen geschenkt hat.
Stand: 15.10.2026














