Akela ist inzwischen etwa 5 Jahre alt und wartet seit über vier langen Jahren im Shelter von Busag. Ein kleines, privates Shelter, das für viele Hunde ein Zufluchtsort ist – für einen sensiblen Rüden wie Akela aber längst kein Ort mehr, an dem er seelisch heil bleiben kann. Seine Entwicklung zu sehen, ist für alle vor Ort herzzerreißend.
Als er ins Shelter kam, war Akela ein offener, fröhlicher, verträglicher Junghund, der voller Freude mit anderen Hunden gespielt hat, neugierig war und sich über jeden Menschenkontakt gefreut hat. Doch die Jahre im Shelter, der Stress, die Enge und die fehlende Perspektive haben Spuren hinterlassen. Mit der Zeit kam es immer häufiger zu Problemen mit anderen Hunden, sodass Akela schließlich in einen Einzelzwinger umgesetzt werden musste.
Heute liegt Akela fast den ganzen Tag nur noch in seiner Hütte. Wir haben den Eindruck, als hätte er innerlich aufgegeben. Er wirkt, als würde er in einer Art Depression stecken: Er beobachtet kaum noch, beteiligt sich nicht mehr am Alltag, lässt die Tage einfach vorbeiziehen. Früher waren Menschen das Größte für ihn – besonders Frauen: Er liebte Streicheleinheiten, lehnte sich an, suchte Nähe. Mittlerweile schafft es aber selbst der Besuch seiner vertrauten Bezugspersonen oft nicht mehr, das Leuchten in seine Augen zurückzubringen. Bei Männern war er schon immer wählerischer und hat ihnen nicht so schnell vertraut; aus seiner Sicht verständlich, wenn man bedenkt, wie wenig Gutes er in seinem Leben bisher erfahren hat.
Akela ist etwa 60 cm groß, ein stattlicher Rüde, der wahrscheinlich Hüte- oder Schäferhundgene in sich trägt. Hunde wie er sind intelligent, sensibel, oft eng an „ihre“ Menschen gebunden und leiden ganz besonders unter einem Leben ohne Aufgabe, ohne Anschluss und ohne Abwechslung.
Für Akela suchen wir sehr hundeerfahrene Menschen, die bereit sind, einem seelisch schwer belasteten Hund eine echte Chance zu geben. Ein ruhiges, ländliches Zuhause mit sicher eingezäuntem Garten, ohne viel Trubel und ohne andere Hunde, wäre ideal. Jemand, der versteht, dass Akela Zeit braucht und zunächst nichts „leisten“ muss. Es wird vermutlich ein langer Weg, auf dem man sehr behutsam und strukturiert Vertrauen aufbauen, Management betreiben und gemeinsam mit kompetenter Unterstützung (z. B. Trainer:in, die mit solchen Hunden Erfahrung hat) arbeiten muss.
Wir wünschen uns für Akela Menschen, die sich von seiner Traurigkeit nicht abschrecken lassen, sondern sich vorstellen können, Schritt für Schritt wieder ein kleines Licht in ihn hineinzutragen. Vielleicht wird er nie mehr der sorglose Junghund von früher – aber er könnte lernen, dass es sich doch noch lohnt zu hoffen.
Wer sieht in Akela nicht nur den „trostlosen Haufen Elend“, der er im Shelter geworden ist, sondern den Hund, der er einmal war und vielleicht wieder sein könnte – mit den richtigen Menschen an seiner Seite?
Akela reist kastriert, gechipt, geimpft, entwurmt und entfloht in sein neues Zuhause. Er wird nur nach positiver Vorkontrolle gegen eine Schutzgebühr von 500 Euro vermittelt. Er bringt außerdem seinen EU-Heimtierausweis mit. Auch über eine Pflegestelle würde sich Akela sehr freuen!
Vielen Dank Tina R.! Du hast Akela seinen Namen geschenkt!
Ein großer Dank geht auch an Sylvia K., die eine monatliche Patenschaft für Akela übernommen hat.
Stand: 29.12.2028

















