Andy hat sein Zuhause gefunden!
Seine Geschichte:
Andy ist noch ganz am Anfang seines Lebens. In seinem Alter stehen Spielen, Entdecken, Schlafen, Fressen und jeden Tag ein bisschen mehr Welt kennenlernen auf dem Programm.
Andys Start ins Leben war alles andere als selbstverständlich. Seine Mama Novia wurde im Rahmen einer Kastrationskampagne in Bologa abgegeben. Zunächst wusste niemand, dass sie wenige Tage zuvor Welpen bekommen hatte. Erst einige Stunden später brachte der Mann, bei dem sie gelebt hatte, eine Kiste mit zehn winzigen Babys zurück. Novia war zu diesem Zeitpunkt stark untergewichtig und dehydriert und hatte nicht genügend Milch, um ihre große Familie zu versorgen.
Die Helfer begannen sofort, die Kleinen mit der Flasche zuzufüttern. Kurz darauf kam Fiene zur Kampagne, selbst Mama von zwei Welpen. Sie nahm einen Teil von Novias Babys zusätzlich an und half dabei, ihnen Wärme, Milch und Fürsorge zu geben. Zwei der zehn Welpen haben es leider nicht geschafft. Andy gehört zu den acht kleinen Kämpfern, die überlebt haben.
Wie jeder Welpe muss Andy noch vieles lernen. Stubenreinheit, an der Leine laufen, Autofahren, Haushaltsgeräusche, Besucher, Ruhe halten und auch einmal für kurze Zeit alleine bleiben sind keine Dinge, die ein junger Hund automatisch beherrscht. All das sollte kleinschrittig und mit Geduld aufgebaut werden. Ebenso wichtig sind genügend Schlaf und Ruhephasen – ein Welpe muss nicht ständig beschäftigt werden.
Und auch die Pubertät wird irgendwann kommen. Dann kann bereits Gelerntes plötzlich wieder infrage gestellt werden, die Konzentration schwanken und Gerüche oder andere Hunde können auf einmal deutlich interessanter sein als der Mensch am anderen Ende der Leine. Das ist ein normaler Teil der Entwicklung. Liebevolle Konsequenz, klare Strukturen und ein bisschen Humor helfen durch diese Zeit deutlich besser als Druck oder Strafe.
Optisch könnte bei Andy ein Hütehund-Anteil mitgemischt haben. Hütehunde wurden ursprünglich für die enge Zusammenarbeit mit dem Menschen und das selbstständige Kontrollieren und Lenken von Herden gezüchtet. Entsprechend können sie sehr aufmerksame, intelligente und lernfreudige Hunde sein, die ihre Umgebung genau beobachten und Veränderungen schnell wahrnehmen. Je nachdem, welche Gene sich bei Andy tatsächlich zeigen, könnten mit zunehmendem Alter auch eine gewisse Sensibilität gegenüber Umweltreizen, ein ausgeprägter Bewegungsreiz oder hütetypisches Verhalten deutlicher werden.
Für Andy wünschen wir uns daher Menschen, die Freude daran haben, sich mit ihrem Hund zu beschäftigen und ihn sowohl körperlich als auch geistig angemessen auszulasten. Dabei sollte es nicht darum gehen, ständig für Action zu sorgen – gerade bei einem aufmerksamen Hund sind Ruhephasen und das Erlernen von Entspannung ebenso wichtig. Klare, faire Regeln, eine verlässliche Führung und eine Erziehung ohne Härte geben ihm Orientierung und Sicherheit.
Eine positiv arbeitende Hundeschule, gerne mit Erfahrung mit Hütehunden oder deren Mischlingen, kann Andy und seine Menschen auf diesem Weg sinnvoll begleiten. Welche Rassen tatsächlich in ihm stecken und welche Eigenschaften sich später entwickeln werden, lässt sich aufgrund seiner Optik natürlich nicht sicher vorhersagen.
Da Andy noch im Wachstum ist, können wir seine spätere Größe und endgültige Entwicklung nicht zuverlässig vorhersagen. Wer sich für ihn entscheidet, sollte deshalb nicht nur den niedlichen Welpen sehen, sondern auch den erwachsenen Hund, der einmal aus ihm werden wird.
Andy ist gechipt, geimpft, entwurmt und entfloht. Er ist ab Ende Oktober ausreisebereit und reist mit seinem EU-Heimtierausweis. Er wird nach positiver Vorkontrolle, mit Schutzvertrag und gegen Schutzgebühr vermittelt. Auch über eine geeignete Pflegestelle würden wir uns für ihn freuen.
Vielen Dank an die Namenspatin Michaela, die Andy seinen Namen geschenkt hat.
Stand: 17.09.2026








