Biene ist vermutlich eine der stillsten und traurigsten Hündinnen im Public Shelter in Baia Mare. Seit über vier Jahren lebt sie dort – vier Jahre voller Lärm, Enge und Unsicherheit. Als sie ins Shelter kam, war sie verängstigt, scheu und misstrauisch gegenüber allem und jedem. Heute sitzt sie noch immer zurückgezogen in ihrem Zwinger, ohne Zuversicht, als hätte sie die Hoffnung längst aufgegeben.
Biene lässt sich nicht berühren und traut sich kaum, ihren Zwinger zu verlassen. Sie zieht sich in die Ecken zurück und zeigt deutlich, dass sie keinen Kontakt möchte. Ihr Verhalten spricht von tiefer Verunsicherung und Enttäuschung – vermutlich von Erfahrungen, die ihr gezeigt haben, dass Nähe nichts Gutes bedeutet. Was sie in ihrem bisherigen Leben ertragen musste, wissen wir nicht. Aber es ist leicht zu erahnen, dass sie kaum Zuwendung, Sicherheit oder Freundlichkeit erfahren hat.
Und doch gibt es kleine Zeichen, die Mut machen. Langsam beginnt Biene, vorsichtig aus ihrer Hütte zu kommen. Mit Leckerlis lässt sie sich inzwischen ein wenig locken. Diese kleinen Schritte mögen unscheinbar wirken, sind für einen Hund wie Biene jedoch ein großer Fortschritt. Mit Rüden zeigt sie sich verträglich, ihre Verträglichkeit mit Hündinnen konnte bisher nicht getestet werden.
Biene ist eine hübsche Hündin mit dichtem braun-schwarzem Fell. Sie ist etwa 4 Jahre alt und rund 55 cm groß. Ihre großen, hellbraunen Augen blicken noch immer misstrauisch in die Welt – und doch liegt in ihnen die Hoffnung, dass sich ihr Leben vielleicht doch noch einmal verändern darf. Man kann sich gut vorstellen, wie diese Augen mit der Zeit weicher werden, wenn sie endlich Zuwendung, gutes Futter, Bewegung in der Natur und ein ruhiges, sicheres Umfeld erleben darf.
Biene hat vermutlich noch nie in einem Haushalt gelebt. Leine, Geschirr, Stubenreinheit oder Alltagsroutinen sind ihr völlig fremd. All das wird sie nur lernen können, wenn sie zuerst Vertrauen fasst. Doch mit Geduld, Ruhe und verlässlichen Menschen an ihrer Seite kann sie Schritt für Schritt lernen, was es heißt, in Sicherheit zu leben.
Für Biene suchen wir ganz besondere Menschen: hundeerfahrene, ruhige und empathische Adoptant:innen, die sie dort abholen, wo sie steht – ohne Erwartungen, ohne Druck. Menschen, die bereit sind, ihr Zeit und Raum zu geben und ihr selbst zu überlassen, wie schnell sie sich öffnen möchte. Ein ruhiges Zuhause in ländlicher Umgebung mit einem sicher eingezäunten Grundstück wäre für Biene ideal.
Biene braucht keine schnellen Erfolge. Sie braucht Menschen, die bleiben. Menschen, die an sie glauben und ihr zeigen, dass es sich lohnt, wieder Vertrauen zu fassen. Nach über vier Jahren Warten wäre es ihr größtes Glück, endlich ankommen zu dürfen.
Biene kann kastriert, gechipt, entwurmt und entfloht mit einem EU-Heimtierausweis in ihr neues Zuhause reisen. Sie wird nach positiver Vorkontrolle gegen eine Schutzgebühr von 500 Euro vermittelt.
Unser Dank geht an die Namenspatin Monika W., denn du hast Biene ihren Namen ausgesucht und ihr damit eine eigene, unverwechselbare Identität gegeben.
Stand: 13.02.2026












