Enja, eine dunkle Schnauze, warme braune Augen und zwei kleine Öhrchen. Alles an ihr wirkt noch ein wenig zottelig, auf diese besonders liebenswerte Art, wie es eben nur bei Welpen der Fall ist. Mit ihren gerade einmal drei Monaten steht Enja schließlich auch noch ganz am Anfang ihrer Entwicklung. Die kleine Hündin gehört allerdings nicht zu den Welpen, die sofort auf jeden Menschen zustürmen. Enja ist noch etwas schüchtern und braucht Zeit, um sich an ihre neue Umgebung und die Menschen darin zu gewöhnen. Im Shelter Fantanele ist schließlich vieles ungewohnt. Fremde Stimmen, neue Gerüche und ein Alltag, der mit dem eines behüteten Familienhundes wenig gemeinsam hat.
Die Geschichte, die wir über Enja, ihre Mama und ihre Geschwister erzählen können, startet in einem verlassenen Garten. Hier wurden sie zurückgelassen. Ohne jemanden, der sich um die kleine Familie kümmerte, waren sie sich selbst überlassen. Als sie gefunden wurden, waren sie über und über mit Flöhen befallen. Ein trauriger Zustand, der erahnen lässt, wie wenig Fürsorge sie bis dahin erfahren hatten. Was Enja bisher gefehlt hat, lässt sich allerdings nicht allein mit einem gefüllten Futternapf und einem geschützten Schlafplatz nachholen. Gerade in ihrem jungen Alter wäre es so wichtig, möglichst viele positive Erfahrungen zu sammeln. Menschen kennenzulernen, die freundlich mit ihr umgehen. Zu erleben, dass neue Situationen nicht automatisch etwas Beängstigendes bedeuten. Und irgendwann vielleicht selbst diejenige zu sein, die neugierig auf etwas Neues zuläuft, statt zunächst abzuwarten.
Für Enja wünschen wir uns deshalb ein ruhiges, verständnisvolles Zuhause, in dem ihre anfängliche Zurückhaltung nicht als Hindernis gesehen wird. Ihre zukünftigen Menschen sollten Freude daran haben, auch die unscheinbaren Fortschritte wahrzunehmen, und ihr genügend Rückzugsmöglichkeiten bieten. Vielleicht wird sie eines Tages eine richtige kleine Draufgängerin, vielleicht bleibt sie auch eine eher sanfte und vorsichtige Hündin. Beides wäre vollkommen in Ordnung. Entscheidend ist, dass sie die Möglichkeit bekommt, sich ohne Druck zu entwickeln.
Bei aller Vorsicht darf eines nicht vergessen werden: Enja ist gerade einmal etwa drei Monate alt. Vor ihr liegt nicht nur Vergangenheit, sondern vor allem verdammt viel Zukunft. Das gesamte Hunde-ABC wartet noch auf sie, Stubenreinheit genauso wie Leinenführigkeit, Alleinebleiben und Grundkommandos. Auch viele Geräusche, Orte und Situationen eines normalen Alltags werden für sie neu sein. Ihre Menschen sollten bereit sein, ihr diese Welt kleinschrittig und mit viel Ruhe zu erklären. Irgendwann klopft dann natürlich auch die Pubertät an. Dann werden Grenzen vielleicht noch einmal getestet und Abenteuer plötzlich noch aufregender. Mit liebevoller Konsequenz, einer positiven Erziehung und dem Besuch einer gewaltfrei arbeitenden Hundeschule hat Enja beste Chancen, sich zu einer wunderbaren Begleiterin zu entwickeln.
Enja reist gechipt, geimpft, entwurmt und entfloht in ihr Zuhause. Ihren EU-Heimtierausweis hat sie natürlich im Gepäck. Sie wird nach positiver Vorkontrolle und gegen eine Schutzgebühr vermittelt.
Vielen Dank Diana N.! Du hast Enja ihren Namen geschenkt!
Stand: 19.10.2026
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