JOSIE

JOSIE

Josie ist im öffentlichen Shelter gelandet! Manche Hunde stürzen sich voller Begeisterung in jedes Abenteuer. Andere beobachten die Welt lieber erst einmal aus sicherer Entfernung. Unsere kleine Josie gehört eher zu den vorsichtigen Entdeckern. Die braune Hündin mit der schwarzen Schnauze, ist gerade einmal ca. 4-5 Monate alt, zeigt sich noch etwas schüchtern und wünscht sich vor allem eines: Menschen, bei denen sie sich sicher fühlen und in ihrem eigenen Tempo ankommen darf.

Dabei begann Josies Leben zunächst mit einer glücklichen Begegnung. Außerhalb von Bistrița in Rumänien hatte ein tierlieber Mann ein Haus gebaut. Immer wieder bemerkte er eine Hündin, die sich in der Nähe seines Grundstücks aufhielt. Weil er Hunde sehr gerne mag, begann er, sie regelmäßig zu füttern. Mit der Zeit fasste die Hündin Vertrauen zu ihm. Und eines Tages kam sie nicht mehr allein, sondern brachte ihre vier Welpen mit. Der Mann wollte der kleinen Hundefamilie helfen und wandte sich an das Shelter in Bistrița. Doch dort gab es leider keine Möglichkeit, die Welpen aufzunehmen. Also entschied er sich, die Kleinen vorerst selbst zu versorgen und ihnen einen Platz auf seinem Grundstück zu geben, bis sie ein eigenes Zuhause finden würden.

Doch leider entwickelte sich die Situation anders als erhofft. Das Grundstück ist bislang nicht eingezäunt und die vier Welpen konnten sich deshalb frei bewegen. Gemeinsam erkundeten sie ihre Umgebung und gelangten dabei auch auf das Nachbargrundstück. Dort entdeckten sie Hühner und begannen, diese zu jagen. Eines der Hühner wurde dabei verletzt. Seit diesem Vorfall droht der Nachbar damit, die Welpen zu töten. Für die kleine Hundefamilie wurde die Situation dadurch plötzlich sehr gefährlich. Um die drei schwarzen Geschwister Josef, Maloja und Margit vor weiteren Vorfällen und möglichen Übergriffen zu schützen, mussten sie inzwischen sogar an Ketten untergebracht werden. Josie hatte zunächst Glück im Unglück: Für sie konnte vorübergehend eine andere Pflegestelle in Rumänien gefunden werden. Doch ihr Glück war nicht von langer Dauer! Die kleine Maus wurde nur ein paar Tage später alleine in das öffentliche Shelter von Bistrita abgegeben 🙁

Deshalb suchen wir auch für sie dringend eine Endstelle oder eine Pflegestelle in Deutschland, damit sie so schnell wie möglich ausreisen kann. Josie unterscheidet sich nicht nur durch ihr braunes Fell von ihren schwarzen Geschwistern. Auch charakterlich bringt sie ihre ganz eigene Art mit. Die kleine Hündin zeigt sich Menschen gegenüber zunächst eher schüchtern und zurückhaltend. Sie gehört nicht zu den Welpen, die sofort auf jeden Menschen zustürmen und sich mitten ins Geschehen werfen. Stattdessen beobachtet sie lieber erst einmal in Ruhe, was um sie herum passiert. Dabei ist Josie eine ausgesprochen süße und sanfte junge Hündin. Sie hat ein eher ruhiges Wesen und braucht vermutlich einfach etwas mehr Zeit, um sich auf neue Menschen und Situationen einzulassen. Ihre Zurückhaltung sollte man deshalb nicht mit Desinteresse verwechseln. Vielmehr wünschen wir uns für sie Menschen, die ihre vorsichtige Art verstehen und ihr die Möglichkeit geben, ganz ohne Druck Vertrauen aufzubauen.

Mit ihren etwa vier Monaten wiegt Josie aktuell rund 5 kg und hat eine Schulterhöhe von ungefähr 30 bis 35 cm. Damit ist sie derzeit etwas kleiner als ihre Geschwister. Wir vermuten, dass sie ausgewachsen einmal mittelgroß werden könnte. Ihre endgültige Größe lässt sich allerdings noch nicht sicher vorhersagen. Mit anderen Hunden versteht sich Josie gut. Sie ist gemeinsam mit ihren Geschwistern aufgewachsen und kennt den Kontakt zu Artgenossen. Eine Besonderheit ist ihre verkürzte Rute. Ob Josie bereits damit geboren wurde oder weshalb ihre Rute kürzer ist, wissen wir nicht. Aufgrund ihrer verkürzten Rute ist jedoch eine Vermittlung in die Schweiz nicht möglich.

Für Josie wünschen wir uns ein liebevolles, möglichst ruhiges Zuhause bei Menschen, die Geduld und Einfühlungsvermögen mitbringen. Menschen, die nicht erwarten, dass sie vom ersten Tag an selbstbewusst durch die Welt läuft, sondern ihr Zeit geben, sich an ihre neue Umgebung zu gewöhnen. Gerade für eine eher schüchterne Hündin wie Josie ist es wichtig, dass neue Erfahrungen behutsam und positiv gestaltet werden. Sie sollte selbst entscheiden dürfen, wann sie Kontakt aufnehmen möchte, und nicht zu Streicheleinheiten oder Begegnungen gedrängt werden. Ein eher ruhiges Wohnumfeld wäre für Josie besonders schön. In einer Umgebung, in der nicht ständig neue Reize auf sie einwirken, könnte sie vermutlich leichter ankommen und Vertrauen aufbauen.

Auch ein souveräner, freundlicher Ersthund könnte eine schöne Unterstützung sein. Voraussetzung ist das allerdings nicht. Natürlich darf man trotz ihres ruhigen Wesens nicht vergessen, dass Josie noch ein Welpe ist. Aus dem zunächst zurückhaltenden Hundemädchen kann durchaus eine neugierige und unternehmungslustige Junghündin werden. Wie viel Josie bisher vom normalen Familienalltag kennt, ist schwer einzuschätzen. Stubenreinheit, Leinenführigkeit, Autofahren, Alleinbleiben und die vielen kleinen Regeln des Zusammenlebens muss sie vermutlich erst noch lernen. Ihre zukünftigen Menschen sollten deshalb ausreichend Zeit und Geduld mitbringen, um sie liebevoll an all diese Dinge heranzuführen.

Auch die Pubertät steht ihr noch bevor. In dieser Entwicklungsphase können sich Verhalten und Bedürfnisse verändern, Regeln werden hinterfragt und bereits Gelerntes gerät manchmal wieder in Vergessenheit. Eine positiv arbeitende Hundeschule wäre eine wunderbare Unterstützung. Für Josie suchen wir dringend eine liebevolle Endstelle oder eine geeignete Pflegestelle in Deutschland!

Josie reist gechipt, geimpft, entwurmt und entfloht mit ihrem EU-Heimtierausweis in ihr neues Zuhause. Nach positiver Vorkontrolle kann sie gegen eine Schutzgebühr vermittelt werden.

Wer gibt diesem sanften, schüchternen Hundemädchen die Chance, Rumänien hinter sich zu lassen und endlich dauerhaft anzukommen?

Danke an Martina, die Josie diesen schönen Namen und damit eine Identität geschenkt hat!

Stand: 31.10.2026

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