Ein sanfter Überlebenskünstler mit Charakter sucht seinen Platz.
Karl-Hoinz ist ein etwa fünf Jahre alter, mittelgroß bis großer Hundemann, dessen Geschichte von einer unglaublichen Lebenskraft erzählt. Er wurde an einem frühen Morgen schwer verletzt auf einer Landstraße gefunden – gleich zweimal wurde der tapfere Kerl kurz hintereinander von Autos erfasst. Dass er heute noch lebt, grenzt an ein Wunder und ist seiner Retterin zu verdanken, die ihn sofort medizinisch stabilisieren ließ. Trotz dieses dramatischen Schicksalsschlags hat Karl-Hoinz seinen Glauben an das Gute nicht verloren.
Da seine Retterin vor Ort mit ihren drei eigenen großen Hunden an ihre Belastungsgrenze stieß, bat sie uns um Hilfe. Nun wartet er im Shelter darauf gesehen zu werden. Wir hoffen schnellstmöglich auf Menschen, die Karl-Hoinz die Beständigkeit schenken, die er nach seiner bewegten Vergangenheit so sehr verdient hat.
In Karl-Hoinz schlummert vermutlich das Erbe eines Herdenschutzhundes, was ihm eine wunderbare Souveränität verleiht. Er ist kein Hund der lauten Töne; neuen Menschen gegenüber begegnet er anfangs mit einer kurzen, beobachtenden Zurückhaltung. Er braucht meist ein bis zwei Tage, um die Situation einzuschätzen, taut dann aber vollständig auf und zeigt sich als sehr freundlicher, loyaler und angenehmer Begleiter. Seine Verträglichkeit ist bemerkenswert: Mit anderen Hunden zeigt er keinerlei Aggressionen, und gegenüber Katzen verhält er sich vollkommen indifferent – er akzeptiert sie, braucht sie aber auch nicht unbedingt um glücklich zu sein.
Wir suchen für diesen besonderen Rüden ein Zuhause, in dem er die nötige Sicherheit und den Raum findet, den ein Hund seiner Statur und Herkunft benötigt. Dabei sollten seine Menschen auch schon über Hundeerfahrung verfügen. Karl-Hoinz ist bereit, die Straße hinter sich zu lassen und als treuer Gefährte neu zu beginnen.
Inwieweit Karl-Hoinz das Leben im Haus bereits kennenlernen durfte wissen wir nicht. Karl-Hoinz ist kein Hund für eine Etagenwohnung mitten in der Stadt. Ein Haus mit Garten, in dem er auch mal die Seele baumeln lassen kann, wäre ideal. Karl-Hoinz muss vielleicht auch noch das Hunde-ABC lernen, aber wir sind sicher, dass er dazu gerne bereit ist.
Eine Besonderheit bringt Karl-Hoinz zusätzlich mit: Er hat keine Rute. Deshalb darf er nicht in die Schweiz vermittelt werden.
Karl-Hoinz reist kastriert, gechipt, geimpft, entwurmt und entfloht in sein neues Leben. Auch seinen EU-Heimtierausweis hat er im Gepäck. Nach positiver Vorkontrolle kann er gegen eine Schutzgebühr von 500 Euro vermittelt werden. Aber auch eine Pflegestelle wäre für ihn ein guter Neuanfang.
Vielen Dank Katja, Du hast Karl-Hoinz seinen ausgefallenen Namen geschenkt und damit eine Identität!
Stand: 04.01.2026










