Charles Darwin hätte seine wahre Freude an dieser außergewöhnlichen kleinen Familie gehabt, die die Tierpolizei in einer Rettungsaktion sicherte. Schaut man sich Kascha, ihre Schwester Sissy und ihre Mutter Luisa an, wird klar: Die Natur liebt die Vielfalt! Während Mutter Luisa eine weiß-schwarze Schönheit ist, präsentiert sich Kascha fast komplett schwarz mit nur wenigen weißen Farbakzenten und zuckersüßen Schlappohren. Dass sie optisch so gar nicht nach ihrer Mutter kommt, macht sie zu einem ganz eigenen, wunderschönen Unikat.
Doch Kaschas Start ins Leben war geprägt von Verlust und Herausforderungen. Von den ursprünglich vier Welpen überlebten nur sie und Sissy; zwei ihrer Geschwister starben tragischerweise an Parvo. Auch im Shelteralltag hat es die feinfühlige Hündin nicht leicht: Da sie von anderen Welpen gemobbt wurde, musste sie zu ihrem Schutz in ein anderes Gehege umziehen. Diese Erfahrungen haben Spuren hinterlassen. Außerhalb ihres gewohnten Bereichs zeigt sie sich noch etwas reserviert, doch sobald sie sich sicherer fühlt, kommt eine neugierige Seele zum Vorschein, die Streicheleinheiten über alles liebt und draußen aktiv ihre Umwelt erkundet.
Mit aktuell etwa 41 cm und 11 kg ist Kascha noch ein Hundemädchen im Wachstum. Ihre langen Beine lassen bereits erahnen, dass sie – ganz nach dem Vorbild ihrer Mutter – einmal eher eine große Größe erreichen wird.
Kascha versteht sich gut mit anderen Hunden und sucht nun hundeerfahrene Menschen, die ihr die Sicherheit geben, die sie als einstige Außenseiterin so sehr braucht. Ein Test mit Katzen wurde bisher noch nicht durchgeführt.
Falls in ihrem zukünftigen Zuhause bereits ein Hund vorhanden ist, sollte dieser sich sehr tolerant gegenüber seiner neuen Mitbewohnerin zeigen. Hier sollten sich ihre Interessenten ganz sicher sein. Ansonsten wäre ein Einzelplatz eventuell besser für die süße Maus.
Zukünftige Begleiter sollten bedenken, dass Kascha bisher nur das Leben im Shelter und auf der Straße kennt. Das Leben in einem Haus – mit all seinen Geräuschen vom Staubsauger bis zum klappernden Geschirr, dem glatten Boden und der Stubenreinheit – ist für sie noch absolutes Neuland. Sie wird Zeit und Geduld brauchen, um all diese Dinge Schritt für Schritt zu lernen. Zudem steht sie an der Schwelle zur Pubertät. Hinter dem unschuldigen „Rehblick“ werden bald die typischen Flausen eines Junghundes stecken, der seine Grenzen austestet und die Welt noch einmal ganz neu hinterfragt. Diese Phase erfordert Humor und eine liebevoll-konsequente Führung. Spätestens jetzt wäre auch der Besuch einer Hundeschule eine gute Idee.
Kascha reist gechipt, geimpft, entwurmt und entfloht in ihr neues Zuhause, zusammen mit ihrem EU-Heimtierausweis. Nach positiver Vorkontrolle kann sie gegen eine Schutzgebühr von 500 Euro vermittelt werden. Aber auch eine Pflegestelle wäre ein guter Anfang.
Vielen Dank Susann G.! Mit Deiner Namenspatenschaft hast Du Kaschas Weg für ein glückliches Hundeleben frei gemacht.
Stand: 23.12.2025












