Lina ist noch ein kleines Hundekind. Menschen, Haus, Leine, Straßenverkehr und ein geregelter Familienalltag werden für sie vieles bereithalten, was sie bisher so noch nicht kennt.
Linas Geschichte begann in einer Kiste mit neun Geschwistern. Ihre Mama Novia war bei einer Kastrationskampagne in Bologa abgegeben worden. Niemand hatte den Helfern gesagt, dass sie gerade Welpen bekommen hatte. Erst Stunden später wurden die zehn Neugeborenen nachgebracht. Novia war zu diesem Zeitpunkt körperlich völlig ausgezehrt und konnte die große Schar nicht ausreichend säugen.
Die Welpen wurden mit der Flasche unterstützt, und dann half eine zweite Mama: Fiene hatte selbst zwei Babys und nahm mehrere von Novias Kleinen zusätzlich an. Gemeinsam mit den Tierschützern gab sie ihnen die Chance, groß zu werden. Zwei der zehn Welpen starben leider. Lina gehört zu den acht Geschwistern, die überlebt haben – ein kleines Hundemädchen, dessen Leben nun erst richtig beginnt.
Wie jeder Welpe muss Lina noch vieles lernen. Stubenreinheit, an der Leine laufen, Autofahren, Haushaltsgeräusche, Besucher, Ruhe halten und auch einmal für kurze Zeit alleine bleiben sind keine Dinge, die ein junger Hund automatisch beherrscht. All das sollte kleinschrittig und mit Geduld aufgebaut werden. Ebenso wichtig sind genügend Schlaf und Ruhephasen – ein Welpe muss nicht ständig beschäftigt werden.
Optisch könnte bei Lina ein Hütehund-Anteil mitgemischt haben. Hütehunde wurden ursprünglich für die enge Zusammenarbeit mit dem Menschen und das selbstständige Kontrollieren und Lenken von Herden gezüchtet. Entsprechend können sie sehr aufmerksame, intelligente und lernfreudige Hunde sein, die ihre Umgebung genau beobachten und Veränderungen schnell wahrnehmen. Je nachdem, welche Gene sich bei Lina tatsächlich zeigen, könnten mit zunehmendem Alter auch eine gewisse Sensibilität gegenüber Umweltreizen, ein ausgeprägter Bewegungsreiz oder hütetypisches Verhalten deutlicher werden.
Für Lina wünschen wir uns daher Menschen, die Freude daran haben, sich mit ihrer Hündin zu beschäftigen und sie sowohl körperlich als auch geistig angemessen auszulasten. Dabei sollte es nicht darum gehen, ständig für Action zu sorgen – gerade bei einem aufmerksamen Hund sind Ruhephasen und das Erlernen von Entspannung ebenso wichtig. Klare, faire Regeln, eine verlässliche Führung und eine Erziehung ohne Härte geben ihr Orientierung und Sicherheit.
Eine positiv arbeitende Hundeschule, gerne mit Erfahrung mit Hütehunden oder deren Mischlingen, kann Lina und ihre Menschen auf diesem Weg sinnvoll begleiten. Welche Rassen tatsächlich in ihr stecken und welche Eigenschaften sich später entwickeln werden, lässt sich aufgrund ihrer Optik natürlich nicht sicher vorhersagen.
Da Lina noch im Wachstum ist, können wir ihre spätere Größe und endgültige Entwicklung nicht zuverlässig vorhersagen. Wer sich für sie entscheidet, sollte deshalb nicht nur den niedlichen Welpen sehen, sondern auch die erwachsene Hündin, die einmal aus ihr werden wird.
Lina ist gechipt, geimpft, entwurmt und entfloht. Sie ist ab Ende Oktober ausreisebereit und reist mit ihrem EU-Heimtierausweis. Sie wird nach positiver Vorkontrolle, mit Schutzvertrag und gegen Schutzgebühr vermittelt. Auch über eine geeignete Pflegestelle würden wir uns für sie freuen.
Vielen Dank an die Namenspatin Michaela, die Lina ihren Namen geschenkt hat.
Stand: 03.10.2026
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