Ein bisschen Eisbär, ein bisschen Wölkchen und vielleicht auch eine winzige Portion Frechdachs? Wer unsere kleine Liz anschaut, muss jedenfalls unweigerlich schmunzeln. Mit ihrem cremeweißen Fell, den niedlichen Schlappohren und der dunklen Knopfnase sieht sie aus, als hätte jemand einem kleinen Eisbären ein besonders süßes Gesicht verpasst. Ein bisschen neugierig, ein bisschen nachdenklich und irgendwie so, als hätte die kleine Maus schon einiges zu erzählen.
Dabei ist Liz gerade einmal drei Monate alt und ihre bisherige Geschichte leider alles andere als märchenhaft. Ganz alleine wurde das kleine Hundemädchen im Shelter abgegeben. Keine Mama, keine Geschwister, niemand Vertrautes an ihrer Seite. Warum sie dort gelandet ist, wissen wir nicht. Doch eines steht fest: Ein so kleines Hundekind sollte seine ersten großen Abenteuer nicht zwischen Betonwänden und Zwingergittern erleben müssen.
Noch ist Liz ein zartes Hundemädchen, doch ihre Pfoten werden wachsen und aus ihr wird vermutlich einmal eine mittelgroße Hündin werden. Bis dahin gibt es für die kleine Maus noch unglaublich viel zu entdecken.
Und auch charakterlich ist bei Liz noch längst nicht das letzte Wort gesprochen. Schließlich steckt sie mitten in einer Lebensphase, in der sich jeden Tag etwas verändert. Vielleicht wird aus ihr einmal eine mutige kleine Entdeckerin, die mit ihrer Nase voran die Welt erobert. Vielleicht eine verschmuste Genießerin, die am liebsten alle Viere von sich streckt und sich den Bauch kraulen lässt. Oder eine charmante Mischung aus beidem, die ihre Menschen mit allerlei Unsinn und ganz viel Liebe auf Trab hält.
Was Liz dafür braucht, sind Menschen, die ihr die Möglichkeit geben, all diese Seiten an sich zu entdecken. Die mit ihr durch raschelndes Herbstlaub spazieren, ihr zeigen, wie sich weiches Gras unter den Pfoten anfühlt, und ihr einen gemütlichen Platz schenken, an dem sie abends zufrieden einschlafen kann. Menschen, für die sie nicht einfach nur irgendein Hund ist, sondern ein vollwertiges Familienmitglied.
Natürlich sollte man sich von ihrem zuckersüßen Äußeren nicht täuschen lassen. Liz muss noch alles lernen, was zu einem gemeinsamen Alltag gehört. Stubenreinheit, Leinenführigkeit, Alleinbleiben und die vielen kleinen Regeln des Zusammenlebens stehen noch auf ihrem Stundenplan. Und irgendwann wird aus dem niedlichen Welpenmädchen eine pubertierende Junghündin, die vielleicht auch einmal hinterfragt, ob die Ohren wirklich zum Zuhören da sind.
Deshalb suchen wir für Liz Menschen mit Herz, Geduld, Humor und Freude daran, einen jungen Hund liebevoll ins Leben zu begleiten. Menschen, die nicht erwarten, dass vom ersten Tag an alles perfekt funktioniert, sondern gemeinsam mit ihr wachsen möchten. Die kleine Erfolge feiern, über den ein oder anderen Welpenstreich lachen können und ihr auch in schwierigeren Momenten Sicherheit geben.
Noch schaut Liz mit ihren dunklen Knopfaugen durch die Gitter des Shelters. Wie viel schöner wäre es, wenn sie damit schon bald ihre eigenen Menschen anschauen dürfte?
Liz reist geimpft, gechipt, entwurmt und mit EU-Heimtierausweis in ihr neues Zuhause. Die Vermittlung erfolgt nach positiver Vorkontrolle gegen Schutzgebühr und mit Schutzvertrag.
Vielen Dank an Kerstin. Du hast Liz ihren Namen und damit eine Identität geschenkt.
Stand: 17.10.2026
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