Es gibt Hunde, deren Geschichte man erst in ihren Augen lesen muss, bevor sie bereit sind, sie zu erzählen. Die etwa 5,5 Jahre alte Merida ist eine solche Seele.
Merida ist eine schlanke, lackschwarze Schönheit. Ihr Blick verrät, dass das Leben es bisher nicht gut mit ihr gemeint hat. Sie stammt aus der Tötungsstation Suraia – einem Ort, an dem Hunger, Angst und Hoffnungslosigkeit zum Alltag gehörten. Sie hat überlebt, doch die Erlebnisse haben Spuren hinterlassen.
Seit ihrer Rettung hat Merida jedoch leise, aber beeindruckende Fortschritte gemacht. Von den drei Hündinnen in ihrem Zwinger ist sie inzwischen die offenste. Sie nimmt Futter aus der Hand, bleibt in der Nähe von Menschen mittlerweile erstaunlich entspannt und zeigt jeden Tag ein kleines bisschen mehr Vertrauen. Sie ist keine Hündin, die sich aufdrängt – aber eine, die bereit ist, vorsichtig den ersten Schritt zu machen, wenn man ihr mit Geduld und Respekt begegnet.
Umso trauriger ist ihre aktuelle Situation: Die beiden anderen Hündinnen aus ihrem Zwinger dürfen schon bald in ihr neues Leben reisen. Merida wird zurückbleiben – vermutlich nur, weil sie eine schwarze Hündin ist und deshalb immer wieder übersehen wird.
Dabei steckt in ihr so viel Potenzial. Sie braucht Menschen, die keine sofortige Perfektion erwarten, sondern Freude daran haben, Vertrauen wachsen zu sehen. Jeder kleine Fortschritt ist bei Merida ein großer Erfolg und zeigt, wie sehr sie bereit ist, sich auf ihre Menschen einzulassen.
Für Merida wünschen wir uns ein ruhiges Zuhause bei einfühlsamen, möglichst hundeerfahrenen Menschen, die ihr die Zeit geben, in ihrem eigenen Tempo anzukommen. Ein souveräner Ersthund könnte ihr dabei eine wertvolle Orientierung und zusätzliche Sicherheit schenken. Mit anderen Hunden zeigt sie sich gut verträglich. Ob sie Katzen kennt, wissen wir bisher nicht.
Merida sucht keine Menschen, die sie verändern möchten. Sie sucht Menschen, die sie so annehmen, wie sie ist – und ihr zeigen, dass das Leben auch Liebe, Sicherheit und Geborgenheit bereithält. Wir sind sicher: Wer ihr diese Chance gibt, wird eine ganz besondere Begleiterin gewinnen.
Wer schenkt Merida endlich das Zuhause, auf das sie so lange wartet – damit sie nicht als Einzige zurückbleiben muss?
Merida reist kastriert, gechipt, geimpft, entwurmt und entfloht in ihr neues Zuhause und bringt selbstverständlich ihren EU-Heimtierausweis mit. Nach positiver Vorkontrolle kann sie gegen eine Schutzgebühr vermittelt werden. Auch eine Pflegestelle würde ihr helfen, endlich den nächsten Schritt in ein besseres Leben zu gehen.
Vielen Dank Christel A.! Du hast Merida ihren schönen Namen geschenkt!
Vielen Dank Dagmar R-R.! Du unterstützt Merida mit einer monatlichen Patenschaft!
Stand: 18.07.2026
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