MILLI

MILLI

Milli lebt aktuell im Public Shelter in Baia Mare und wartet dort noch immer auf ihre Chance, endlich gesehen zu werden. Gemeinsam mit ihren Geschwistern hatte sie bislang vermutlich kein richtiges Zuhause und kennt das Leben als Familienhund nicht. Das laute, hektische und reizüberflutete Shelterumfeld stellt für sie eine enorme Belastung dar.

Inzwischen ist Milli etwa 10 Monate alt und befindet sich mitten in der Pubertät – einer ohnehin sensiblen Entwicklungsphase, die sich unter den Bedingungen im Shelter noch deutlich verstärkt. Sie zeigt sich aktuell sehr verunsichert: Am Zaun bellt und knurrt sie, was weniger Ausdruck von Aggression als vielmehr ein Zeichen von Überforderung und Angst ist. Betritt man ihren Zwinger, zieht sich Milli zurück und verkrümelt sich in ihre Hütte. Nähe fällt ihr schwer, weil sie gelernt hat, sich selbst zu schützen.

Mit ihrem weichen, schwarzen Fell und den weißen Abzeichen an der Brust ist Milli eine wunderschöne junge Hündin, deren sensible Seele hinter ihrer Unsicherheit leicht übersehen wird. Sie braucht Menschen, die ihr Verhalten lesen können und verstehen, dass sie nicht „schwierig“, sondern schlicht überfordert ist.

Milli sucht erfahrene, ruhige Menschen, die bereit sind, mit ihr positiv verstärkend, kleinschrittig und geduldig zu arbeiten. Menschen, die nichts von ihr erwarten, sie nicht bedrängen und ihr die Zeit geben, die sie braucht, um Vertrauen zu fassen. In einem sicheren, strukturierten Umfeld – fernab des Shelterstresses – hat Milli das Potenzial, sich langsam zu öffnen und Sicherheit aufzubauen.

Das Leben im Haus, Stubenreinheit, Leinenführigkeit und Alltagsroutinen sind ihr bislang fremd. Auch hier wird sie Zeit, klare Strukturen und liebevolle Führung benötigen. Eine positiv arbeitende Hundeschule oder die Begleitung durch einen erfahrenen Trainer kann nach der Eingewöhnung eine wertvolle Unterstützung sein, um ihr Selbstvertrauen zu stärken und ihr die Welt verständlich zu machen.

Für Milli wünschen wir uns ein ruhiges Zuhause bei Menschen mit Hundeerfahrung, Geduld und echtem Verständnis für ängstliche Junghunde. Ein souveräner Ersthund kann hilfreich sein, ist aber keine Voraussetzung. Wichtig ist vor allem, dass Milli endlich ankommen darf – ohne Druck, ohne Erwartungen, dafür mit ganz viel Zeit und Herz.

Milli reist nach positiver Vorkontrolle gegen eine Schutzgebühr von 500 Euro, geimpft, entwurmt und entfloht in ihr neues Zuhause. Ihren EU-Heimtierausweis bringt sie selbstverständlich mit.

Wer ist bereit, Milli Schritt für Schritt in ein neues Leben zu begleiten?

Wir bedanken uns herzlich bei der Namenspatin Drea Ni, die der lieben Milli ihren Namen geschenkt hat.

Stand: 17.01.2025