MINU

MINU

Minu wurde gemeinsam mit anderen Welpen einfach am Straßenrand ausgesetzt. Was sie in ihren ersten Lebenswochen erlebt hat, wissen wir nicht. Sicher ist nur: Ein so junges Hundekind hätte dort niemals auf sich allein gestellt sein dürfen. Zum Glück wurden die Kleinen rechtzeitig entdeckt und konnten in einer rumänischen Pflegestelle in der Nähe von Fantanele auf ihre Ausreise warten.

Ende September durfte Minu schließlich ihr Glücksticket einlösen und zu ihrer Pflegefamilie nach Ehingen reisen. Und dort zeigt die gerade einmal etwa fünf Monate alte Hündin, dass sie sich von ihrer Vergangenheit nicht davon abhalten lässt, neugierig ins Leben zu starten.

Minu ist mit ihren 26 cm momentan noch ziemlich klein und vermutlich wird sie das auch bleiben. Wie viele verschiedene Rassen sich in ihr vereinen, lässt sich kaum sagen. Ihrem ganz besonderen Aussehen nach haben vermutlich so einige unterschiedliche Hunde mitgemischt. Flauschiges, helles Fell, eine dunkle Gesichtsmaske, Schlappöhrchen und ihr ganz eigener Minu-Look machen sie unverwechselbar.

Vom ersten Tag an zeigt sie sich in ihrer Pflegestelle aufgeschlossen und fröhlich. Sie ist neugierig, mutig und mittendrin, wenn es etwas zu entdecken gibt. Mit den anderen Hunden im Haushalt spielt sie gerne, braucht aber nicht zwingend einen Hundekumpel, um glücklich zu sein. Denn meistens hätte sie durchaus nichts dagegen, wenn sie ihre Menschen ganz für sich haben kann. 

Zu ihrer Bezugsperson baut Minu eine ganz enge Bindung auf. Sie sucht deren Nähe, genießt Kuscheleinheiten und nimmt auch gerne einmal Schutz und Sicherheit an, wenn ihr draußen etwas unheimlich ist. Gleichzeitig bringt sie aber auch ihren eigenen kleinen Kopf mit:

wenn zB eine Katze an ihr vorbeikommt und Minu gerade der Meinung ist, ihre Menschen sollten doch bitte ausschließlich ihr gehören, kann es schon einmal ein warnendes Knurren geben. Sie geht dabei aber nicht auf die Katzen los und jagt sie auch nicht.

Besucher begrüßt die kleine Fellnase freudig und auch Autofahren klappt problemlos. Beim Spielen kann sie altersgerecht schon einmal etwas übermütig werden, auch die Zähnchen kommen dabei zum Einsatz, so wie es bei jungen Hunden eben ganz normal ist. Sie kann bereits einige Zeit alleine bleiben und auch mit der Stubenreinheit macht sie gute Fortschritte. Ein bisschen Übung braucht sie hier allerdings noch. 

Überhaupt steht bei Minu noch einiges an Entwicklung bevor: Die Pubertät ist nicht mehr weit entfernt und wird vermutlich noch die eine oder andere Überraschung mit sich bringen. Aus dem kleinen Welpen wird ein junger Hund, der Grenzen kennenlernen, Dinge ausprobieren und seinen Platz in der Welt finden möchte. Dafür braucht sie Menschen, die geduldig bleiben, ihr Orientierung geben und ihr gleichzeitig erlauben, ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln.

Minu ist erst seit wenigen Tagen in ihrer Pflegefamilie. Vieles wird sich deshalb erst in nächster Zeit zeigen. Was wir aber bisher sagen können: Ihre Eingewöhnung läuft völlig unkompliziert, sie nimmt neue Situationen neugierig an und hat große Freude daran, gemeinsam mit ihren Menschen etwas zu erleben.

Für Minu wünschen wir uns ein Zuhause, in dem man nicht nach einem fertigen kleinen Hund sucht, sondern Lust auf den gemeinsamen Weg hat. Menschen, die ihr Sicherheit geben, ihr freundlich und klar Grenzen zeigen und ihr die Welt zeigen, mit allem, was dazugehört. Und natürlich Menschen, die sich von einem kleinen Hund mit großer Persönlichkeit nicht so schnell um die Pfote wickeln lassen.

Na, schockverliebt in unsere kleine Zuckerschnute Minu? Dann fülle am besten gleich die Selbstauskunft für sie aus und lerne sie persönlich kennen. 

Minu ist gechipt, geimpft, entwurmt und entfloht und bringt ihren EU Heimtierausweis mit. Nach positiver Vorkontrolle wird sie gegen eine Schutzgebühr vermittelt.

Vielen Dank, Anette R., dass du seine Namenspatenschaft übernommen hast.

Stand: 04.10.2026

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