MIRELLE

MIRELLE

Der Name „Mirelle“ stammt vom französischen mirer und bedeutet so viel wie „die Bewundernswerte“ oder „die Wundervolle“. Doch aktuell scheint die junge Hündin selbst noch nicht zu wissen, wie besonders sie eigentlich ist.

Mirelle ist erst etwa 6 Monate alt. Eigentlich sollte sie in diesem Alter neugierig die Welt entdecken, unbekümmert spielen und jeden Tag neue Erfahrungen sammeln. Stattdessen sitzt sie im Shelter und versucht, mit einer Situation zurechtzukommen, die sie völlig überfordert.

Auf den ersten Blick fällt ihr wunderschönes schwarz-weißes Fell auf. Besonders berührend sind jedoch ihre großen, dunklen Augen, die vorsichtig und fragend in die Welt blicken. Es wirkt so, als würde sie sich am liebsten unsichtbar machen, zusammengesunken in ihrer kleinen Ecke, stets darauf bedacht, nicht aufzufallen. Und doch zeigt sich mittlerweile, dass sie die Menschen nicht komplett abgeschrieben hat. Mirelle ist aktuell noch sehr schüchtern und lässt sich nicht anfassen. Gleichzeitig zeigt sie bereits kleine, hoffnungsvolle Schritte: Wenn Menschen sich ihrem Kennel nähern, kommt sie neugierig aus ihrer Hütte und pirscht sich gang vorsichtig und mutig an, um ein paar Leckereien abzustauben. Mittlerweile nimmt sie Leckerlis aus der Hand und beweist damit, dass sie neugierig ist und langsam beginnt, Vertrauen aufzubauen. Für einen jungen Hund wie sie sind das wichtige Fortschritte.

Leider ist ein Shelter gerade für sensible und unsichere Hunde wie Mirelle kein Ort, an dem sie sich gut entwickeln können. Der Lärm, die vielen Hunde, die ständig wechselnden Eindrücke und die fehlende individuelle Förderung machen es schwer, Ängste abzubauen und Selbstvertrauen zu gewinnen. Während andere Hunde vielleicht lernen, mit dem Alltag im Shelter umzugehen, ziehen sich schüchterne Hunde oft immer weiter zurück.

Damit das nicht passiert, wünschen wir uns für Mirelle Menschen mit Geduld, Einfühlungsvermögen und Verständnis für einen jungen Hund, der die Welt bislang eher als beängstigend erlebt hat. Sie braucht niemanden, der Erwartungen an sie stellen, sondern Menschen, die ihr die Zeit geben, die sie benötigt. Menschen, die sich über kleine Fortschritte freuen, ihr Sicherheit vermitteln und sie Schritt für Schritt in ein neues Leben begleiten.

Mit anderen Hunden und Katzen konnte Mirelle bisher noch nicht getestet werden.

Natürlich muss Mirelle noch vieles lernen. Stubenreinheit, Leinenführigkeit, Umweltreize und das Leben in einer Familie werden für sie zunächst neu sein. Eine liebevolle und geduldige Begleitung sowie der spätere Besuch einer positiv arbeitenden Hundeschule können ihr helfen, Vertrauen zu gewinnen und Sicherheit zu entwickeln.

Wir sind uns sicher, dass hinter der schüchternen Fassade eine wundervolle junge Hündin steckt, die nur darauf wartet, endlich gesehen zu werden. Vielleicht wird Mirelle niemals der Hund sein, der jedem Fremden sofort um den Hals fällt. Aber sie könnte die treueste Freundin werden für die Menschen, die ihr Herz öffnen und ihr zeigen, dass sie keine Angst mehr haben muss.

Wer schenkt Mirelle die Chance, das Shelter hinter sich zu lassen und endlich die Geborgenheit kennenzulernen, die jeder Hund verdient? Bei Interesse freuen wir uns über eine Nachricht und das Ausfüllen der Selbstauskunft. Auch eine erfahrene und einfühlsame Pflegestelle wäre für Mirelle eine wertvolle Chance, dem belastenden Shelteralltag zu entkommen.

Mirelle reist gechipt, geimpft, entwurmt und entfloht mit EU-Heimtierausweis. Nach positiver Vorkontrolle und gegen eine Schutzgebühr kann sie in ein liebevolles Zuhause oder auf eine fachkundige Pflegestelle ziehen.

Vielen Dank an Vanessa für die Übernahme der Namenspatenschaft.

Stand: 13.06.2026

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