NANI

NANI

Nani wurde an einer Autowerkstatt mitten in der Stadt gefunden. Sie war verängstigt und völlig ausgehungert. Eine Frau entdeckte sie dort und begann Nani über mehrere Tage hinweg zu füttern. Erst nach und nach gelang es ihr, das Vertrauen der Hündin so weit zu gewinnen, dass sie Nani schließlich sichern und ins Shelter bringen konnte.

Seitdem hat sich einiges getan. Nani erholt sich gut und macht schnell Fortschritte. Aus der verängstigten und ausgehungerten Hündin kommt immer mehr eine ganz andere Seite zum Vorschein. Nani zeigt sich sehr menschenbezogen, anhänglich und verschmust. Gleichzeitig steckt ordentlich Energie in ihr und sie ist gerne aktiv. Eine Kombination, die nach gemeinsamen Unternehmungen und anschließenden Kuscheleinheiten klingt.

Mit anderen Hunden zeigt sich Nani verträglich, Katzen wurden bisher nicht getestet.  Mit ihren etwa 55-60 cm und rund 20 kg ist Nani eine mittelgroße bis große und eher schlanke Hündin.  Bei Nani wurde außerdem Demodex festgestellt, aber ihr mittlerweile sehr flauschiges Fell ist inzwischen nachgewachsen.

Aufgrund ihres Erscheinungsbildes und ihrer unbekannten Abstammung können bei Nani Herdenschutzhund-Gene nicht ausgeschlossen werden. Herdenschutzhunde können sich zu sehr loyalen und eng mit ihren Menschen verbundenen Begleitern entwickeln, bringen aber häufig auch Eigenständigkeit, Wachsamkeit und die Bereitschaft mit, Situationen selbst zu beurteilen. Welche dieser Eigenschaften Nani tatsächlich entwickeln oder zeigen wird, lässt sich bei einem Mischling natürlich nicht sicher vorhersagen. Ihre zukünftigen Menschen sollten sich mit möglichen rassetypischen Eigenschaften auseinandersetzen und Freude an einer klaren, fairen und positiven Führung haben.

Über Nanis Leben vor ihrem Fund wissen wir nichts. Deshalb können wir auch nicht sagen, ob sie jemals in einem Haus gelebt hat oder welche Dinge des normalen Familienalltags sie bereits kennt. Stubenreinheit, Leinenführigkeit, Alleinbleiben, Autofahren und alltägliche Situationen sollten daher nicht vorausgesetzt werden.

Auch nach ihrer bisherigen Entwicklung wird der Umzug in ein eigenes Zuhause noch einmal eine große Veränderung bedeuten. Neue Menschen, Geräusche, Gerüche und Abläufe können zunächst verunsichern. Nani sollte deshalb Zeit bekommen, in Ruhe anzukommen und gemeinsam mit ihren Menschen herauszufinden, was sie bereits kennt und was noch geübt werden muss. Eine positiv arbeitende Hundeschule kann dabei eine wertvolle Unterstützung sein.

Nani reist kastriert, gechipt, geimpft, entwurmt und entfloht mit ihrem EU-Heimtierausweis in ihr neues Zuhause. Nach positiver Vorkontrolle kann sie gegen eine Schutzgebühr vermittelt werden.

Nani musste einmal darum kämpfen, überhaupt satt zu werden. Jetzt soll sie herausfinden dürfen, wie es sich anfühlt, rundum versorgt und geliebt zu sein.

Vielen Dank an Namenspatin Gabriela, die Nani ihren Namen geschenkt hat.

Stand: 10.10.2026

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