Onni sucht seinen Rettungsanker.
Onni ist ein kleiner Rüde mit schwarzem Fell, der im Shelter von Bistrița aktuell am liebsten unsichtbar wäre. Er wurde in einem Dorf wenige Kilometer von Bistrița entfernt ausgesetzt. Ein Mann konnte ihn sichern und brachte ihn ins Shelter. Für Onni war das vermutlich keine Rettung, die er sofort verstanden hat, sondern eher der nächste Schock in einem Leben, das ihm bisher wenig Sicherheit gegeben hat.
Onni versteckt sich die meiste Zeit in seiner Hütte und kommt nur selten heraus. Manchmal sieht man, dass er gern würde. Dass er neugierig ist und die Welt nicht komplett aufgegeben hat. Er streckt vorsichtig den Kopf aus der Hütte, beobachtet leise und scheint innerlich abzuwägen, ob er sich trauen kann. Doch das Vertrauen fehlt noch. Onni ist momentan so ängstlich, dass man ihn nicht anfassen kann. Nähe bedeutet für ihn noch Stress und Überforderung, nicht Trost.
Gerade deshalb ist es wichtig zu verstehen, dass Onni kein Hund ist, von dem man in den ersten Wochen oder Monaten etwas erwarten darf. Er wird nicht sofort spazieren gehen, nicht direkt kuscheln, nicht einfach in den Alltag passen. Onni braucht Menschen, die Zeit haben. Menschen, die leise denken können. Die seine Körpersprache lesen, Stresssignale erkennen und ihn nicht bedrängen. Wer einen Hund sucht, der unkompliziert „mitläuft“, ist bei Onni falsch. Wer aber einem kleinen Hund die Chance geben möchte, Vertrauen überhaupt erst zu lernen, kann für Onni alles verändern.
Da seine Verträglichkeit mit Hunden und Katzen noch nicht getestet werden konnte, sollte sein zukünftiges Zuhause bereit sein, vorsichtig und professionell an neue Begegnungen heranzugehen. Ein souveräner Ersthund könnte Onni helfen, weil viele Angsthunde sich stark an anderen Hunden orientieren. Das ist aber kein Muss, wenn die Menschen erfahren genug sind, Sicherheit aufzubauen.
Für Onni wünschen wir uns ein ruhiges, stabiles Zuhause ohne viel Trubel. Ein sicher eingezäunter Garten wäre hilfreich, ist aber nicht zwingend notwendig, wenn man bereit ist, Training und Gewöhnung sorgfältig aufzubauen. Wichtig ist vor allem Geduld, Erfahrung und die Bereitschaft, mit positiver Verstärkung zu arbeiten. Bei einem so ängstlichen Hund bedeutet Training am Anfang nicht Sitz oder Platz, sondern Vertrauen, Alltagssicherheit und das Lernen, dass Menschen keine Gefahr sind. Eine positiv arbeitende Hundeschule oder ein Trainer mit Erfahrung im Bereich Angsthunde wäre für Onni eine große Hilfe, damit seine Menschen die richtigen Werkzeuge an die Hand bekommen.
Onni muss das komplette Hunde ABC noch lernen. Stubenreinheit, Leinenführigkeit, das Leben im Haus, Geräusche, Routinen, Tierarztbesuche und vieles mehr ist ihm wahrscheinlich völlig fremd. Doch auch wenn sein Weg länger sein wird als bei anderen Hunden, lohnt er sich. Denn Vertrauen, das sich ein Angsthund erarbeitet, ist etwas ganz Besonderes.
Onni reist kastriert, gechipt, geimpft, entwurmt und entfloht. Er bringt seinen EU-Heimtierausweis mit und kann nach positiver Vorkontrolle und gegen eine Schutzgebühr von 500 Euro in sein neues Zuhause ziehen.
Wer gibt diesem kleinen schwarzen Schatten die Chance, endlich aus seiner Hütte heraus ins Leben zu treten und zu lernen, dass Sicherheit und Liebe wirklich existieren?
Vielen Dank an Anja! Du hast Onni seinen Namen geschenkt.
Stand: 01.02.2026
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