PAYTON

PAYTON

Payton wurde gemeinsam mit ihrem Bruder Luis und ihrer Mama Florence aus einem Haushalt mit über 15 Hunden gerettet. Die Tiere lebten dort teilweise tagelang eingesperrt ohne Futter, ohne Wasser und ohne Zuwendung. Diese Form der Vernachlässigung hat tiefe Spuren hinterlassen. Payton ist dadurch eine sehr sensible, vorsichtige junge Hündin geworden, die Zeit braucht, um Vertrauen zu fassen und sich sicher zu fühlen. Ihre Unsicherheit ist keine Trotzreaktion, sondern Angst und genau das sollten ihre zukünftigen Menschen verstehen. 

Payton steht aktuell mitten in der Pubertät, was ihre Gefühlswelt zusätzlich durcheinanderbringt. Sie ist neugierig, verspielt und voller Energie, gleichzeitig aber schnell überfordert. In neuen oder stressigen Situationen kann es passieren, dass sie plötzlich erstarrt, obwohl es zuvor scheinbar gut lief. Dieses Verhalten ist typisch für sehr unsichere Hunde und erfordert Menschen, die ruhig bleiben, nichts erzwingen und frühzeitig erkennen, wann es Payton zu viel wird. 

In ihrer Pflegestelle zeigt Payton zwei Seiten. Fühlt sie sich sicher, ist sie eine aufgeweckte junge Hündin mit erstaunlich viel Energie. Sie liebt Spaziergänge, rennt gerne und genießt es, sich zu bewegen. Wenn sie sich wohlfühlt, ist sie sehr menschenbezogen, sucht Nähe und lässt sich auch auf Kuscheleinheiten ein. Dieses Vertrauen entsteht jedoch nicht von heute auf morgen. Payton braucht Zeit und kann in unsicheren Momenten auch wieder in alte Verhaltensmuster zurückfallen. 

Das An- und Ableinen war anfangs ein großes Thema für sie, ist mittlerweile aber gut machbar. Auch an der Leine läuft sie inzwischen zuverlässig. Sie ist zudem stubenrein. Deutlich wird aber weiterhin, wie sehr sie sich an einem anderen Hund orientiert. Durch den vorhandenen Ersthund in der Pflegestelle hat sie gelernt, dass viele Situationen sicher sind und gemeistert werden können. 

Alleinbleiben fällt Payton nach wie vor sehr schwer. Ohne einen anderen Hund ist es aktuell kaum möglich, da sie sich stark an ihm orientiert und Sicherheit daraus zieht. In stressigen Momenten beginnt sie manchmal aus Überforderung zu bellen. Hier braucht es weiterhin viel Geduld und kleinschrittiges Training. 

Draußen ist sie gegenüber fremden Menschen und neuen Hundebegegnungen noch vorsichtig und beobachtet lieber aus der Distanz. Auch einen vorhandenen Jagdtrieb sollte man nicht unterschätzen, weshalb sie nicht mit Katzen verträglich ist. 

Positiv ist, dass Payton sehr futtermotiviert ist und gut auf Leckerlis reagiert, was im Training eine große Hilfe sein kann. 

Payton hat das Leben in einer Familie erst vor kurzer Zeit kennengelernt. Auch wenn sie bereits Fortschritte gemacht hat, müssen viele Dinge weiter gefestigt werden. Ein Umzug bedeutet für sie erneut Stress und Unsicherheit, sodass ihre neuen Menschen bereit sein sollten, sie geduldig, ruhig und konsequent zu begleiten und ihr die Zeit zu geben, die sie braucht. Der Besuch einer positiv arbeitenden Hundeschule oder die Unterstützung durch einen Trainer mit Erfahrung im Umgang mit unsicheren Hunden kann dabei sehr hilfreich sein. 

Für Payton suchen wir ein ruhiges, ländliches Zuhause ohne Kinder, mit klaren Strukturen und wenig Trubel. Ein souveräner Ersthund ist für sie sehr wichtig, da er ihr Orientierung und Sicherheit gibt und ihr hilft, sich weiterzuentwickeln. 

Payton ist gechipt, geimpft, kastriert, entwurmt und entfloht. Sie zieht mit EU-Heimtierausweis nach positiver Vorkontrolle und gegen eine Schutzgebühr in ihr neues Zuhause. 

Wer Payton mit Geduld, Verständnis und einem sicheren Rahmen begegnet, bekommt eine feine, sensible Hündin an seine Seite, die in ihrem Tempo Vertrauen fasst und sich eng an ihre Menschen bindet. 

Ein herzliches Dankeschön geht an Kerstin, die Payton ihren Namen geschenkt und ihr damit ein Stück Identität und Hoffnung gegeben hat. 

Stand: 09.05.2026

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