Ronja ist die Mutter von Püpi, Yiska und Nima – und diejenige, die das Elend am längsten ertragen musste. Ein Schäfer hielt sie im tiefsten Winter an der Kette, ohne richtigen Schutz, gemeinsam mit 12 Welpen. Das Einzige, was ihnen blieb, war eine kleine, modrige Holzhütte. Kälte, Nässe, Hunger und der ständige Druck, ihre Welpen schützen und ernähren zu müssen, haben tiefe Spuren in ihr hinterlassen. Als sie ins Shelter nach Busag kam, war sie stark abgemagert und so erschöpft, dass sie ihre Babys kaum noch versorgen konnte. Von den 12 Welpen konnten nur drei gerettet werden – Püpi, Yiska und Nima.
Seitdem lebt Ronja im privaten Shelter und wird dort liebevoll aufgepäppelt. Fremden Menschen gegenüber ist sie sehr schüchtern und verunsichert. Wenn man ihr näherkommt, möchte sie am liebsten im Erdboden verschwinden oder versucht zu fliehen. Sie zeigt keine Aggression, sondern pure Angst und Überforderung. Unser Kollege Dorel arbeitet behutsam mit ihr und hat es geschafft, ein kleines bisschen Vertrauen aufzubauen. Bis Ronja Streicheleinheiten wirklich genießen und ihre traurige Vergangenheit hinter sich lassen kann, wird es jedoch Zeit und sehr feinfühlige Menschen brauchen. Mit den Hunden in den Nachbarzwingern zeigt sie sich bislang ruhig und uninteressiert, sie sucht keinen Streit, sondern zieht sich lieber zurück. Ob sie aber wirklich mit anderen Hunden verträglich ist, konnten wir noch nicht testen.
Optisch lässt Ronja stark darauf schließen, dass in ihr ein Kangal- oder anderer Herdenschutzhund-Mix steckt. Entsprechend braucht sie ein Zuhause bei hundeerfahrenen Menschen, die solche Hunde kennen, ihre Eigenständigkeit respektieren und ihnen dennoch klare, ruhige Führung bieten können. Ihr neues Zuhause sollte ruhig und ländlich gelegen sein, mit sicher eingezäuntem Grundstück, auf dem sie sich in ihrem Tempo bewegen und zurückziehen kann. Kinder oder viel Trubel wären für sie zu viel; sie braucht einen sehr ruhigen Haushalt und Menschen, die nichts von ihr erwarten und sich auch über kleinste Fortschritte freuen.
Das Leben im Haus kennt Ronja nicht. Stubenreinheit, Leine laufen, Alltagsgeräusche – all das muss mit ihr behutsam, ohne Druck und in kleinen Schritten aufgebaut werden. Sie ist kein „fertiger Familienhund“, sondern eine Hündin für Menschen, die bewusst einem schwer gezeichneten Tier eine echte Chance geben möchten.
Nach einer positiven Vorkontrolle und gegen eine Schutzgebühr von 500 Euro kann Ronja kastriert, gechipt, geimpft, entwurmt, entfloht und mit einem EU-Heimtierausweis in ihr neues Leben reisen.
Lieben Dank an Lore N.. Dank dir hat Ronja eine Identität bekommen und kann nun endlich auf die Suchen nach ihrem Zuhause gehen. Auch eine Pflegestelle würde ihr sehr helfen.
Stand: 14.02.2026
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