RUBERT

RUBERT

Rubert gehört zu den Hunden, die im Shelter viel zu lange übersehen werden. Seit über eineinhalb Jahren lebt er bereits im hoffnungslos überfüllten Public Shelter in Baia Mare. Ein lauter, hektischer Ort voller Stress und Enge – kein Platz für einen sensiblen Hund wie ihn.

Der etwa 7,5 Jahre alte Rüde hat in seinem Leben vermutlich nicht viele gute Erfahrungen mit uns Menschen machen dürfen. Rubert zeigt sich aktuell sehr unsicher und meidet den direkten Kontakt. Anfassen lässt er sich derzeit nicht und macht deutlich, dass ihm die Nähe von Menschen noch Angst bereitet. Stattdessen zieht er sich zurück und beobachtet aus sicherer Entfernung.

Über seine Vergangenheit wissen wir leider nichts. Doch sein Verhalten lässt erahnen, dass sein Leben bisher nicht einfach gewesen sein muss. Umso mehr wünschen wir uns, dass der triste Zwinger im Shelter nicht Ruberts Endstation bleibt und er doch noch Menschen findet, die ihm zeigen, dass ein Hundeleben auch Sicherheit, Geduld und Vertrauen bedeuten kann.

Mit etwa 55 cm Schulterhöhe ist Rubert ein mittelgroßer, kräftiger Rüde mit dichtem, leicht strubbeligem Fell. Besonders auffällig sind seine buschigen Augenbrauen und die schönen Farbübergänge in seinem grauen Fell, die ihm ein ganz besonderes Aussehen verleihen. Seine braunen Augen wirken oft traurig – als hätte er sich längst mit seinem Schicksal abgefunden.

Aufgrund seiner Optik können Hütehund- oder Herdenschutzhundgene in ihm stecken. Seine zukünftigen Menschen sollten sich daher mit den typischen Eigenschaften solcher Hunde auseinandersetzen und Erfahrung im Umgang mit selbstständigen und sensiblen Hunden mitbringen.

Mit seinen 7,5 Jahren gehört Rubert längst nicht zum alten Eisen. Die wilden Junghundjahre liegen hinter ihm, aber noch viele Lebensjahre könnten vor ihm liegen – Jahre, in denen er vielleicht doch noch lernen darf, Vertrauen zu fassen und ein echtes Zuhause kennenzulernen.

Vermutlich hat Rubert bisher noch nie in einem Haus gelebt. Dinge wie Leinenführigkeit, Stubenreinheit oder der Alltag in einer Familie sind ihm daher wahrscheinlich fremd. Mit Geduld, Respekt und liebevoller Konsequenz wird er das Hunde-1×1 jedoch Schritt für Schritt lernen können, sobald er die Sicherheit hat, die ihm bisher gefehlt hat. Nach einer Eingewöhnungszeit kann auch der Besuch einer positiv arbeitenden Hundeschule helfen, ihm Orientierung zu geben.

Für Rubert suchen wir hundeerfahrene Menschen, die ihm Zeit lassen, in seinem eigenen Tempo anzukommen. Ein ruhiges, ländliches Zuhause mit möglichst wenig Reizen wäre ideal für ihn. Seine neuen Menschen sollten Geduld, Einfühlungsvermögen und Verständnis mitbringen – und bereit sein, einem unsicheren Hund die Chance zu geben, langsam Vertrauen aufzubauen.

Nach so langer Zeit im Shelter wünschen wir uns für Rubert nichts sehnlicher, als dass er endlich gesehen wird und erfahren darf, wie sich ein sicheres und liebevolles Zuhause anfühlt.

Rubert kann kastriert, gechipt, geimpft, entwurmt und entfloht mit EU-Heimtierausweis in sein neues Zuhause reisen. Nach positiver Vorkontrolle wird er gegen eine Schutzgebühr von 500 Euro vermittelt.

Wer gibt diesem besonderen Rüden die Chance auf einen Neuanfang? Auch eine erfahrene Pflegestelle könnte für Rubert der erste Schritt in ein neues Leben sein.

Wir bedanken uns herzlich bei dem Namenspaten Ker W., der Rubert seinen Namen ausgesucht und ihm damit eine unverwechselbare Identität geschenkt hat.
Ein großer Dank geht auch an Jutta J., die eine monatliche Patenschaft für Rubert übernommen hat.

Stand: 06.03.2026