Sancho ist noch ein kleiner Welpenjunge, dessen Persönlichkeit sich in den kommenden Monaten erst richtig entwickeln wird. Gerade deshalb sind die Erfahrungen, die er jetzt macht, besonders wichtig.
Sanchos erste Lebenstage erzählen davon, wie wichtig Hilfe im richtigen Moment sein kann. Seine Mama Novia wurde während einer Kastrationskampagne in Bologa gebracht. Von ihren Welpen sagte der Mann, bei dem sie lebte, zunächst kein Wort. Wenige Stunden später stand er erneut dort – diesmal mit einer Kiste und zehn winzigen, erst wenige Tage alten Hundebabys.
Novia war selbst schwer geschwächt, untergewichtig und dehydriert. Zehn Welpen konnte sie nicht ausreichend ernähren. Die Helfer begannen zuzufüttern, und eine zweite Hundemama wurde zur entscheidenden Unterstützung: Fiene, selbst Mutter von zwei Welpen, nahm mehrere der Kleinen zusätzlich an. Zwei Geschwister überlebten leider nicht. Sancho gehört zu den acht Welpen, die es geschafft haben.
Wie jeder Welpe muss Sancho noch vieles lernen. Stubenreinheit, an der Leine laufen, Autofahren, Haushaltsgeräusche, Besucher, Ruhe halten und auch einmal für kurze Zeit alleine bleiben sind keine Dinge, die ein junger Hund automatisch beherrscht. All das sollte kleinschrittig und mit Geduld aufgebaut werden. Ebenso wichtig sind genügend Schlaf und Ruhephasen – ein Welpe muss nicht ständig beschäftigt werden.
Und auch die Pubertät wird irgendwann kommen. Dann kann bereits Gelerntes plötzlich wieder infrage gestellt werden, die Konzentration schwanken und Gerüche oder andere Hunde können auf einmal deutlich interessanter sein als der Mensch am anderen Ende der Leine. Das ist ein normaler Teil der Entwicklung. Liebevolle Konsequenz, klare Strukturen und ein bisschen Humor helfen durch diese Zeit deutlich besser als Druck oder Strafe.
Optisch könnte bei Sancho ein Hütehund-Anteil mitgemischt haben. Hütehunde wurden ursprünglich für die enge Zusammenarbeit mit dem Menschen und das selbstständige Kontrollieren und Lenken von Herden gezüchtet. Entsprechend können sie sehr aufmerksame, intelligente und lernfreudige Hunde sein, die ihre Umgebung genau beobachten und Veränderungen schnell wahrnehmen. Je nachdem, welche Gene sich bei Sancho tatsächlich zeigen, könnten mit zunehmendem Alter auch eine gewisse Sensibilität gegenüber Umweltreizen, ein ausgeprägter Bewegungsreiz oder hütetypisches Verhalten deutlicher werden.
Für Sancho wünschen wir uns daher Menschen, die Freude daran haben, sich mit ihrem Hund zu beschäftigen und ihn sowohl körperlich als auch geistig angemessen auszulasten. Dabei sollte es nicht darum gehen, ständig für Action zu sorgen – gerade bei einem aufmerksamen Hund sind Ruhephasen und das Erlernen von Entspannung ebenso wichtig. Klare, faire Regeln, eine verlässliche Führung und eine Erziehung ohne Härte geben ihm Orientierung und Sicherheit.
Eine positiv arbeitende Hundeschule, gerne mit Erfahrung mit Hütehunden oder deren Mischlingen, kann Sancho und seine Menschen auf diesem Weg sinnvoll begleiten. Welche Rassen tatsächlich in ihm stecken und welche Eigenschaften sich später entwickeln werden, lässt sich aufgrund seiner Optik natürlich nicht sicher vorhersagen.
Da Sancho noch im Wachstum ist, können wir seine spätere Größe und endgültige Entwicklung nicht zuverlässig vorhersagen. Wer sich für ihn entscheidet, sollte deshalb nicht nur den niedlichen Welpen sehen, sondern auch den erwachsenen Hund, der einmal aus ihm werden wird.
Sancho ist gechipt, geimpft, entwurmt und entfloht. Er ist ab Ende Oktober ausreisebereit und reist mit seinem EU-Heimtierausweis. Er wird nach positiver Vorkontrolle, mit Schutzvertrag und gegen Schutzgebühr vermittelt. Auch über eine geeignete Pflegestelle würden wir uns für ihn freuen.
Vielen Dank an die Namenspatin Nadine T.! Du hast Sancho seinen Namen geschenkt!
Stand: 17.09.2026









