SAYO

SAYO

Sayo kam über die Hundefänger ins Shelter in Bistrița und versteht die Welt nicht mehr. Er lebte zuvor mit einer Gruppe von Streunern auf der Straße, bis Anwohner die Behörden informierten und die Hunde eingefangen wurden. Viel Kontakt zu Menschen hatte er in seinem bisherigen Leben vermutlich nicht. Der laute, hektische Shelter-Alltag überfordert ihn sehr, und man merkt deutlich, dass er mit der Situation unsicher ist. 

Aktuell zeigt sich Sayo noch sehr vorsichtig im Umgang mit Menschen. Er beobachtet viel, hält Abstand und braucht Zeit, um Vertrauen aufzubauen. Wenn man ruhig bei ihm bleibt, nimmt er inzwischen schon Futter aus der Hand, was ein großer Schritt für ihn ist. Berührungen kann er jedoch noch nicht gut zulassen. Nähert man sich mit der Hand, weicht er zurück und wirkt unsicher, ohne dabei aggressiv zu werden. Er knurrt nicht, zeigt aber deutlich, dass ihm die Situation noch Angst macht und er sich schützen möchte. Genau deshalb braucht er Menschen, die seine Signale lesen können und ihn nicht bedrängen. 

Mit etwa 7 Jahren gehört Sayo nicht mehr zu den jungen Hunden. Er sucht kein turbulentes Leben mehr, sondern Ruhe, Sicherheit und einen festen Platz, an dem er endlich ankommen darf. Man sollte davon ausgehen, dass er das Leben im Haus nicht kennt und vieles neu für ihn sein wird. Alltagsgeräusche, Spaziergänge an der Leine, Nähe, Besuch oder neue Umgebungen können ihn am Anfang verunsichern. Er braucht Zeit, Geduld und Menschen, die nichts von ihm erwarten und ihm Schritt für Schritt zeigen, dass er keine Angst haben muss. 

Mit anderen Hunden konnte er bisher noch nicht getestet werden, da er dafür erst mehr Vertrauen zu Menschen fassen muss. Bei Bedarf kann dies aber nachgeholt werden. Auch mit Katzen wurde er bisher nicht getestet. 

Für Sayo wünschen wir uns ein ruhiges Zuhause bei erfahrenen Hundehaltern oder bei Menschen, die bereit sind, sich intensiv mit unsicheren Hunden zu beschäftigen. Ein hektischer Alltag, viel Besuch oder wechselnde Bezugspersonen wären für ihn nicht geeignet. Er braucht klare Strukturen, einen sicheren Rahmen und Menschen, die ihm die Zeit geben, die er braucht. 

Solche Hunde brauchen am Anfang oft wenig, aber genau das Richtige: Ruhe, Geduld, positive Erfahrungen und einen Menschen, der bleibt. 

Sayo reist gechipt, geimpft, entwurmt und entfloht mit seinem EU-Heimtierausweis in sein neues Zuhause. Nach positiver Vorkontrolle kann er gegen eine Schutzgebühr von 500 Euro vermittelt werden. Eine erfahrene Pflegestelle als Sprungbrett wäre für Sayo auch ganz toll! 

Wer schenkt diesem vorsichtigen, älteren Rüden die Chance, zum ersten Mal in seinem Leben wirklich anzukommen? 

Vielen Dank an Namenspatin Ricardo L., der Sayo seinen Namen geschenkt hat und ihm damit eine neue Chance ermöglicht hat.
Vielen Dank auch an Sabrina A.! Du hast eine monatliche Patenschaft für Sayo übernommen!

Stand: 26.03.2026

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