Schrödi ist noch ein kleines Hundekind und kennt bisher vor allem seine Mama, seinen Bruder und das Leben unter vielen anderen Welpen. Das Leben in einer Familie wird für ihn jede Menge Neues bereithalten.
Schrödi ist zusammen mit seinem Bruder Daiki Fienes leiblicher Welpe. Die beiden wurden mit ihrer Mama während einer Kastrationskampagne in Bologa abgegeben. Genau dort traf ihre kleine Familie auf eine Notlage: Zehn wenige Tage alte Welpen einer anderen Hündin brauchten dringend Hilfe, weil ihre völlig entkräftete Mama Novia nicht genügend Milch für alle hatte.
Obwohl Fiene selbst Schrödi und Daiki versorgte, nahm sie mehrere der fremden Babys zusätzlich an und zog sie zusammen mit ihren eigenen groß. So wuchs Schrödi nicht nur mit seinem Bruder, sondern inmitten einer ganzen Schar kleiner Hunde auf. Seine Mama hat damit weit mehr geleistet, als man von ihr hätte erwarten können.
Wie jeder Welpe muss Schrödi noch vieles lernen. Stubenreinheit, an der Leine laufen, Autofahren, Haushaltsgeräusche, Besucher, Ruhe halten und auch einmal für kurze Zeit alleine bleiben sind keine Dinge, die ein junger Hund automatisch beherrscht. All das sollte kleinschrittig und mit Geduld aufgebaut werden. Ebenso wichtig sind genügend Schlaf und Ruhephasen – ein Welpe muss nicht ständig beschäftigt werden.
Und auch die Pubertät wird irgendwann kommen. Dann kann bereits Gelerntes plötzlich wieder infrage gestellt werden, die Konzentration schwanken und Gerüche oder andere Hunde können auf einmal deutlich interessanter sein als der Mensch am anderen Ende der Leine. Das ist ein normaler Teil der Entwicklung. Liebevolle Konsequenz, klare Strukturen und ein bisschen Humor helfen durch diese Zeit deutlich besser als Druck oder Strafe.
Optisch könnte bei Schrödi ein Hütehund-Anteil mitgemischt haben. Hütehunde wurden ursprünglich für die enge Zusammenarbeit mit dem Menschen und das selbstständige Kontrollieren und Lenken von Herden gezüchtet. Entsprechend können sie sehr aufmerksame, intelligente und lernfreudige Hunde sein, die ihre Umgebung genau beobachten und Veränderungen schnell wahrnehmen. Je nachdem, welche Gene sich bei Schrödi tatsächlich zeigen, könnten mit zunehmendem Alter auch eine gewisse Sensibilität gegenüber Umweltreizen, ein ausgeprägter Bewegungsreiz oder hütetypisches Verhalten deutlicher werden.
Für Schrödi wünschen wir uns daher Menschen, die Freude daran haben, sich mit ihrem Hund zu beschäftigen und ihn sowohl körperlich als auch geistig angemessen auszulasten. Dabei sollte es nicht darum gehen, ständig für Action zu sorgen – gerade bei einem aufmerksamen Hund sind Ruhephasen und das Erlernen von Entspannung ebenso wichtig. Klare, faire Regeln, eine verlässliche Führung und eine Erziehung ohne Härte geben ihm Orientierung und Sicherheit.
Eine positiv arbeitende Hundeschule, gerne mit Erfahrung mit Hütehunden oder deren Mischlingen, kann Schrödi und seine Menschen auf diesem Weg sinnvoll begleiten. Welche Rassen tatsächlich in ihm stecken und welche Eigenschaften sich später entwickeln werden, lässt sich aufgrund seiner Optik natürlich nicht sicher vorhersagen.
Da Schrödi noch im Wachstum ist, können wir seine spätere Größe und endgültige Entwicklung nicht zuverlässig vorhersagen. Wer sich für ihn entscheidet, sollte deshalb nicht nur den niedlichen Welpen sehen, sondern auch den erwachsenen Hund, der einmal aus ihm werden wird.
Schrödi ist gechipt, geimpft, entwurmt und entfloht. Er ist ab Mitte Oktober ausreisebereit und reist mit seinem EU-Heimtierausweis. Er wird nach positiver Vorkontrolle, mit Schutzvertrag und gegen Schutzgebühr vermittelt. Auch über eine geeignete Pflegestelle würden wir uns für ihn freuen.
Vielen Dank an die Namenspatin Michaela, die Schrödi seinen Namen geschenkt hat.
Stand: 02.10.2026
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