Der schöne schwarz weiße Shaggy versteht die Welt nicht mehr... Shaggy sitzt im Shelter von Bistrița. Jahre lang war er ein Streuner, frei, selbstbestimmt und mitten im Leben. Unsere Helfer kannten ihn schon seit mindestens drei Jahren von der Straße. Und dann kam alles anders. Shaggy wurde von den Hundefängern eingefangen und plötzlich war sein Hunderudel weg, es gab keine Freiheit mehr, keine vertrauten Wege und keine Möglichkeit, Abstand zu nehmen. Nur Gitter, Lärm und Stress.
Im Shelter ist Shaggy eingeschüchtert, fast, als hätte jemand sein ganzes Selbstvertrauen in einem Moment ausgelöscht. Dabei ist er ein wunderschöner Hund. Sein schwarz-weißes Fell macht ihn zu einem richtigen Hingucker und seine warmen braunen Augen erzählen eine Geschichte, die man nicht in Worte fassen kann. Eine Mischung aus Fragezeichen, Traurigkeit und vorsichtiger Hoffnung.
Aktuell ist Shaggy noch sehr schüchtern. Er lässt sich aber anfassen und zeigt keinerlei Aggressionen den Menschen gegenüber. Was Shaggy gerade braucht, ist ein Ort, an dem er erstmal wieder atmen kann. Ein sicherer Rahmen mit Menschen, die ihn einfach sein lassen, ohne Druck, ohne Erwartungen und ohne ständig an ihm herumzuarbeiten.
Für Shaggy wünschen wir uns Menschen, die Erfahrung mit unsicheren Hunden haben. Menschen, die Körpersprache lesen können, die Stresssignale erkennen und respektieren und die verstehen, dass Liebe nicht immer streicheln bedeutet, sondern manchmal einfach nur da sein. Ein ruhiger Haushalt, ein sicher eingezäunter Garten und vielleicht auch ein souveräner Ersthund könnten ihm helfen, schneller Sicherheit zu finden. Eine positiv arbeitende Hundeschule kann später sinnvoll sein, sobald Shaggy bereit dafür ist.
Shaggy reist kastriert, gechipt, geimpft, entwurmt und entfloht. Er bringt seinen EU-Heimtierausweis mit und kann nach positiver Vorkontrolle und gegen eine Schutzgebühr von 500 Euro in sein neues Zuhause ziehen. Auch eine erfahrene Pflegestelle als Sprungbrett würde Shaggy sicherlich helfen.
Wer sieht in Shaggy nicht den scheuen Hund im Shelter, sondern den stolzen Straßenhund, der nur gerade den Boden unter den Pfoten verloren hat und endlich jemanden braucht, der ihm hilft, ihn wiederzufinden?
Vielen Dank an Gritt, du hast Shaggy seinen besonderen Namen geschenkt.
Stand: 25.01.2026
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