SUZIE

SUZIE

Suzie hat ihre ersten schwierigen Wochen geschafft und steht nun vor all den Dingen, die zu einem jungen Hundeleben dazugehören: entdecken, lernen, spielen und Stück für Stück selbstständiger werden.

Suzie ist eines der acht Geschwister, die einen sehr schwierigen Start überlebt haben. Ihre Mama Novia kam im Rahmen einer Kastrationskampagne in Bologa zu den Tierschützern. Erst einige Stunden später erfuhren sie, dass sie zehn wenige Tage alte Welpen hatte – die Babys wurden schließlich in einer Kiste gebracht. Novia selbst war stark untergewichtig, dehydriert und viel zu schwach, um ihre große Familie allein zu versorgen.

Die Kleinen wurden zugefüttert. Gleichzeitig nahm Fiene, eine andere Hundemama mit zwei eigenen Welpen, mehrere von Novias Babys bei sich auf und half, sie großzuziehen. Zwei der ursprünglich zehn Welpen starben trotz aller Bemühungen. Suzie gehört zu den acht kleinen Überlebenden. Jetzt darf aus dem hilfsbedürftigen Baby ein neugieriger junger Hund werden, der seine Welt erst noch kennenlernen muss.

Wie jeder Welpe muss Suzie noch vieles lernen. Stubenreinheit, an der Leine laufen, Autofahren, Haushaltsgeräusche, Besucher, Ruhe halten und auch einmal für kurze Zeit alleine bleiben sind keine Dinge, die ein junger Hund automatisch beherrscht. All das sollte kleinschrittig und mit Geduld aufgebaut werden. Ebenso wichtig sind genügend Schlaf und Ruhephasen – ein Welpe muss nicht ständig beschäftigt werden.

Und auch die Pubertät wird irgendwann kommen. Dann kann bereits Gelerntes plötzlich wieder infrage gestellt werden, die Konzentration schwanken und Gerüche oder andere Hunde können auf einmal deutlich interessanter sein als der Mensch am anderen Ende der Leine. Das ist ein normaler Teil der Entwicklung. Liebevolle Konsequenz, klare Strukturen und ein bisschen Humor helfen durch diese Zeit deutlich besser als Druck oder Strafe.

Optisch könnte bei Suzie ein Hütehund-Anteil mitgemischt haben. Hütehunde wurden ursprünglich für die enge Zusammenarbeit mit dem Menschen und das selbstständige Kontrollieren und Lenken von Herden gezüchtet. Entsprechend können sie sehr aufmerksame, intelligente und lernfreudige Hunde sein, die ihre Umgebung genau beobachten und Veränderungen schnell wahrnehmen. Je nachdem, welche Gene sich bei Suzie tatsächlich zeigen, könnten mit zunehmendem Alter auch eine gewisse Sensibilität gegenüber Umweltreizen, ein ausgeprägter Bewegungsreiz oder hütetypisches Verhalten deutlicher werden.
Für Suzie wünschen wir uns daher Menschen, die Freude daran haben, sich mit ihrem Hund zu beschäftigen und sie sowohl körperlich als auch geistig angemessen auszulasten. Dabei sollte es nicht darum gehen, ständig für Action zu sorgen – gerade bei einem aufmerksamen Hund sind Ruhephasen und das Erlernen von Entspannung ebenso wichtig. Klare, faire Regeln, eine verlässliche Führung und eine Erziehung ohne Härte geben ihr Orientierung und Sicherheit.

Eine positiv arbeitende Hundeschule, gerne mit Erfahrung mit Hütehunden oder deren Mischlingen, kann Suzie und ihre Menschen auf diesem Weg sinnvoll begleiten. Welche Rassen tatsächlich in ihr stecken und welche Eigenschaften sich später entwickeln werden, lässt sich aufgrund ihrer Optik natürlich nicht sicher vorhersagen.

Da Suzie noch im Wachstum ist, können wir ihre spätere Größe und endgültige Entwicklung nicht zuverlässig vorhersagen. Wer sich für sie entscheidet, sollte deshalb nicht nur den niedlichen Welpen sehen, sondern auch die erwachsene Hündin, die einmal aus ihr werden wird.

Suzie ist gechipt, geimpft, entwurmt und entfloht. Sie ist ab Ende Oktober ausreisebereit und reist mit ihrem EU-Heimtierausweis. Sie wird nach positiver Vorkontrolle und gegen Schutzgebühr vermittelt. Auch über eine geeignete Pflegestelle würden wir uns für sie freuen.

Vielen Dank an die Namenspatin Michaela, die Suzie ihren Namen geschenkt hat.

Stand: 06.10.2026

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